"Züge statt Flüge"

Spontan-Demo von Klima-Aktivisten gegen AUA-Rettung

08.06.2020

Am Montag - zeitgleich mit der Pressekonferenz zur AUA Rettung - demonstrierten Aktivisten am Ballhausplatz gegen das Hilfspaket.

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Wien. Am Mittwochabend trafen sich etwa zehn Aktivisten der Gruppe "System Change, not Climate Change!" vor dem Bundeskanzleramt am Ballhausplatz zu einer Spontandemo. Ihr Protest richtete sich gegen die Rettung der AUA, die zeitgleich in der Hofburg verkündet wurde.  

Die Klima-Aktivisten waren in roten Anzügen erschienen und hielten Plakate wie "Züge statt Flüge" und "Red Line" hoch. Die Teilnehmer bildeten mit ihren Outfits offenbar eine "Rote Linie", die - nach ihren Einschätzungen - von der Regierung überschritten worden sei.  

 

Fridays for Future kündigt Demo an 

Fridays for Future Österreich verurteilt in einer Aussendung die bevorstehende Rettung der Austrian Airlines "ohne ernstzunehmende Klimaauflagen". Diese passiere ohne Bindung an eine neue Konzernstrategie, welche mit den Pariser Klimazielen konform ist. Zudem hätten Staat und Airline mittels Standortgarantie eine Zunahme des Flugverkehrs in Wien vereinbart.
 
"Wie  am Montag bekannt wurde, soll die Austrian Airlines mit 450 Millionen  Euro an staatlichen Hilfsgeldern gerettet werden. Für Fridays for Future  Österreich besonders schmerzlich: Eine mit dem 1,5°-Ziel vereinbare  Konzernstrategie lässt sich im ausverhandelten Pakt nicht finden. Die  Klimagerechtigkeitsbewegung ist außerdem empört über die Summe an Rettungsgeldern: 450 Millionen Euro sind ein Vielfaches von dem Budget, welches für den Klimaschutz vorgesehen ist.  “Wir haben genug von einer Politik, die sich von fossilen Konzernen  über den Tisch ziehen lässt. ÖVP und Grüne finden einen Flugkonzern, der  Kurzstrecken und Inlandsflüge von Wien nach Graz fliegt, wohl  rettenswerter als unsere Zukunft”, kritisiert Schülerin Lena Köstler  (14) die Handlungen der Bundesregierung", schreibt "Fridays for Future" weiter.
 
"Die  Aktivisten kritisieren nicht nur die Verantwortungslosigkeit der Regierung in Hinblick auf gefährliche Klimafolgen." Eine Protestaktion in Wien für kommenden Freitag ist bereits in Planung, so die KLima-Aktivisten.
 
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