Nächstes Bergdrama um Österreicher

Steirer stirbt am Weg auf den Mount Everest

01.05.2019

Auf dem Weg zu seinem großen Traum starb völlig unerwartet der Oberwachtmeister Philipp M.  

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Graz/Kathmandu. Die Nachricht in chinesischen Medien ist kurz (und falsch): Dort wird von einem Australier berichtet, der in einem Hotel nahe dem Dorf Khumbu Pasang Lhamu in Nepal aufgefunden wurde. Von einem Fall von ­Höhenkrankheit ist die Rede, und dass die Leiche nach Kathmandu gebracht wurde.

Was stimmt: Ein Bergsteiger ist auf dem Weg zum Mount Everest gestorben. Doch es ist kein Australier, sondern ein Steirer aus Austria (!), konkret aus Feldkirchen bei Graz, der mit vier Bundesheerkameraden und einer weiblichen Teilnehmerin den Gipfel der Welt erklimmen wollte. Dabei ging bis zur Etappe 3 in einer Höhe von mehr als 5.000 Metern alles gut – Ostersonntag stand er mit seiner Lebensgefährtin Maja S. noch in Kontakt (Whats-APP und Video-Chat). Am Dienstag kam dann die Polizei zur Steirerin nach Hause: „Ihr Mann ist leider gestorben.“

 

 

Spenden für schwangere Freundin und Tochter

„Ich hab es zuerst gar nicht glauben können. Es gab überhaupt keine Anzeichen für mich“, sagt die schwangere Hinterbliebene, die mit dem Verstorbenen auch eine einjährige Tochter hat. Von den Kollegen hat sie nur erfahren,  dass Philipp nach der Etappe 3 abgebrochen hat und umgedreht ist, weil er sich doch nicht so wohl gefühlt hat. Im Hotel hat der 31-jährige körperlich fitte Berufssoldat noch zu  Abend gegessen, dann legte er sich schlafen – und wachte nicht mehr auf.

„Ich weiß jetzt gar nicht, wie es weitergeht“, sagt Maja S. Am Montag wurde Philipp offiziell für tot erklärt. Die Rücküberführung des Leichnams läuft. Josef Leber, ein Bundesheerkamerad von der Kaserne in Gratkorn, will eine Spendenaktion ins Leben rufen. Infos: 0664/9146740.

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