Starkregen

Unwetter: Entschärfung in der Steiermark

16.05.2014


Fast alle Haushalte wieder am Stromnetz - Sorge wegen Starkregens.

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© FF Schaueregg
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In der Steiermark hat sich die Situation entschärft, zumindest was den Sturm betrifft. Probleme mit Hochwasser und Murenabgängen gab es am Freitag noch in der Obersteiermark, wo zwei Häuser geräumt werden mussten und mehrere Straßen und die Bahnstrecke durch das Ennstal blockiert waren.

Betroffen waren die Ortschaften Weichselboden, Halltal, Walstern und Rasing im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag. Die Hochschwabstraße B24 musste zwischen Gußwerk und Wildalpen nach einem Murenabgang gesperrt werden. Wegen Überflutung war die Gutensteinerstraße B21 zwischen Mariazell und Terz blockiert. Im Ennstal verlegte eine Mure die Ennstalstraße B320 und die ÖBB-Bahnstrecke mit Geröll. Seitens der ÖBB rechnete man mit einer Freigabe am Samstagabend, bis dahin sei mit größeren Verspätungen zu rechnen.

In Eisenerz (Bezirk Leoben) traten durch Verklausungen Bäche über die Ufer. Ein Haus musste hier wie auch in Johnsbach aus Sicherheitsgründen wegen drohender Hangrutschungen geräumt werden. Geologen des Landes prüften vor Ort, ob und wann eine Freigabe zu vertreten war. Probleme mit ins Rutschen geratenen Hängen und kleinräumigen Überflutungen gab es auch in Turnau. "Es schaut aber nicht so schlecht aus", fasste ein Mitarbeiter in der Landeswarnzentrale zusammen. Die Pegelstände der Flüsse sei tendenziell sinkend, am Abend sei auch ein Abnehmen der Regenfälle zu erwarten.

Wie es von der Energie Steiermark hieß, dürften im Laufe des Vormittags nahezu alle Kunden wieder am Netz sein. Die Schadensfälle vom Donnerstag seien abgearbeitet, in der Nacht wären neue in der Weststeiermark und im Raum Graz dazugekommen, womit Freitag früh etwa 1.000 Haushalte ohne Strom waren. "Entwarnung können wir noch nicht geben", so Sprecher Urs Harnik-Lauris.

Wie sich Wetterlage und Unwetterwarnung auf den Schulbesuch auswirkten, konnte man am Freitag seitens des Landesschulrates noch nicht beurteilen. Es wurde allerdings darauf hingewiesen, dass es keine Sonderregelung gebe und nur der Paragraf 9 des Schulpflichtgesetzes gelte, wonach die "Ungangbarkeit des Weges" oder befürchtete Gefahr als Entschuldigungsgrund gelte. "Diese Einschätzung obliegt den Erziehungsberechtigten wie etwa im Fall einer Erkrankung", erklärte Wolfgang Wildner, Sprecher von Landesschulratspräsidentin Elisabeth Meixner.

Seitens des Landesfeuerwehrkommandos wurde Zwischenbilanz gezogen: Seit Donnerstag waren 306 Feuerwehren großteils im wetterbedingten Einsatz, in der Nacht auf Freitag waren insgesamt 1.500 Einsatzkräfte mit Sicherungs- und Bergungsarbeiten beschäftigt. Haupteinsatzgebiete seien aktuell der Osten und der Südosten von Graz, wobei die häufigsten Alarmierungen Windwurf betrafen. Vereinzelt gab es Straßensperren, im Fall der Hochschwabstraße B24 wegen eines Murenabgangs.

Schon Donnerstagnachmittag war es in Bad Gleichberg (Bezirk Südoststeiermark) zu einem spektakulären Zwischenfall gekommen: Ein fahrendes Auto wurde auf der B66 Gleichenbergerstraße von einem umstürzenden Baum getroffen, ein zweiter entwurzelter Baum beschädigte das Dienstauto der Polizisten, die den Unfall aufnahmen. Verletzt wurde niemand.

Gefreut hat die Kaltfront Touristiker und Wintersportler am Dachstein: Ein Meter Neuschnee sorgt am Gletscher für eine Schneeauflage von insgesamt gut vier Metern.

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