Mutter verzweifelt
Brüder auf Schulweg entführt: Jagd auf Vater
07.03.2026Während die Polizei intensiv nach einem Syrer (36) fahndet, wartet die Mutter der Kinder verzweifelt auf ein Lebenszeichen ihrer beiden Söhne.
Schreckliche Szenen haben sich beim Max Winter-Park im Stuwerviertel in der Leopoldstadt am Mittwoch vor einer Woche abgespielt. Dort wurden die beiden Brüder Mahmoud (7) und Mahir (8) gleich gegenüber von ihrer Volksschule von zwei Männern, ihrem eigenen Vater und einem Komplizen, in einen blauen Lexus gezerrt.
Die nichtsahnenden Kinder, die fast wie Zwillinge wirken, waren die kurze Strecke von ihrem Zuhause zur Schule gegangen, als sich das Drama abspielte. Beide trugen bei der Entführung blau-grüne Hauben und braune Jacken. Ein Schock für das gesamte Umfeld der liebenswürdigen Brüder.
Seit den frühen Morgenstunden des 25. Februars fehlt von dem Brüderpaar jegliche Spur. Nur der Tatverdächtige selbst, der Syrer Mohammad Ahmad A., hatte sich noch einmal in einer Nachricht über Social Media an den arabischen Influencer in Wien "Nimer Nimer" gewandt. "Ich habe die Kinder mitgenommen, da ich vier Jahre von ihnen getrennt wurde. Die Zusammenführung seiner Familie in Österreich hätte er organisiert. "Dann habe ich meine Kinder hier verloren. Ich bin in Richtung Syrien unterwegs", heißt es in der auf arabisch verfassten Nachricht, die oe24 vorliegt.
Auf die Frage des Influencers, ob die verzweifelte Mutter der Kinder noch mit ihren Söhnen kurz sprechen dürfte, reagierte der 36-Jährige nicht mehr.
Mutter der Kinder verzweifelt
Die beiden sind bereits seit vier Jahren geschieden, der 36-Jährige hatte in letzter Zeit auch keinen Kontakt zu den beiden Buben. Für die obsorgeberechtigte Frau ist das Verschwinden ihrer geliebten Söhne ein absoluter Schock. Ihre größte Angst: Die beiden Kinder nie mehr in die Arme schließen zu dürfen.
Während ihre Tochter (5) auf dem Weg zum Kindergarten und zurück nun in Wien unter Polizeischutz steht, wird der Vater der Kinder im Ausland vermutet, seine Familie stammt aus dem syrischen Idlib. Ein EU-Haftbefehl liegt bereits gegen den 36-Jährigen vor. Die verzweifelte Mutter von Mahmud und Mahir ist sich sicher, dass ihr Ex einmal IS-Kämpfer gewesen sein soll.
Vier weitere Kinder vermisst
Besonders brisant: Der gleiche Mann soll bereits am 12. Dezember 2025 seine vier Söhne Ahmad, Raed, Ayad und Abdul Hamid im Alter von 5 bis 13 Jahren aus seiner ersten Ehe mit seiner vorigen Frau einfach mitgenommen haben. Auch von diesen Jungs fehlt seither jede Spur. Eine Abgängigkeitsanzeige wurde laut Polizei erstattet. Der Vater dürfte auch sie ins Ausland gebracht haben.
Ingrid Pöschmann, Sprecherin der Kinder- und Jugendhilfe zu oe24: "Für die Kinder müssen in solch tragischen Fällen Lösungen gefunden werden. Sie werden aus ihrem Umfeld herausgerissen und von ihren Müttern getrennt. Das kann für Kinder schwer irritierend sein."