Polizei ermittelt
Tier-Mord in Schönbrunn: Hirschziegenantilope erschossen
31.03.2026Tier-Drama im Zoo Schönbrunn: Eine Pflegerin fand in der Früh eine tote Hirschziegenantilope. Wie die Obduktion ergab, war das Jungtier erschossen worden - vermutlich mit einem Gewehr von außerhalb des Zoogeländes!
Wien. Gefunden wurde das getötete Jungtier Sonntagfrüh: Eine Mitarbeiterin war auf den Kadaver der Antilope gestoßen und konnte sich zunächst keinen Reim darauf machen, was passiert sein mag bzw. woran sie gestorben war. Eine noch am selben Tag durchgeführte veterinärmedizinische Obduktion ergab schließlich, dass der Tierkörper sowohl eine Einschuss- als auch eine Austrittswunde hatte und dass die Todesursache demnach ein gezielter Schuss gewesen war - das Projektil wurde übrigens bis jetzt nicht gefunden. Jetzt war echt Feuer am Dach: Tier-Mord in Schönbrunn!
Erste heiße Spur - Tatzeit war um 3 Uhr in der Früh
Am Montag schließlich wurde von einem Verantwortlichen des Zoos auf einer Wiener Po-lizeiinspektion die feige Tat gemeldet, wonach eine mit ihrer Herde im Nashornpark direkt beim (Neben-)Eingang vis-à-vis des Neptunbrunnens untergebrachte Hirschziegenantilope erschossen worden war. Aufgrund des vorliegenden Verdachts der Tierquälerei durch eine bislang unbekannte Täterschaft wurden umfangreiche Ermittlungen aufgenommen - doch die Kripo dürften bereits eine erste heiße Spur haben. Demnach soll der Schuss in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 3 Uhr in der Früh abgegeben worden sein. Der oder die Schützen waren wohl in den Schlosspark Schönbrunn geklettert und dürften von der Rustenallee aus mit einer Langwaffe gefeuert haben!
Verwendete Schönbrunn-Sniper Nachtsichtgerät?
Der Tiergarten Schönbrunn hat umgehend die Nachtdienste aufgestockt und durch externe Security-Mitarbeiter verstärkt sowie weitere Maßnahmen zur Prävention ähnlicher Vorgänge gesetzt, heißt es in einer ersten Stellungsnahme. "Die Sicherheit von Mensch und Tier ist unser höchstes Gut, dahingehend tun wir alles, um die höchste Sicherheit zu gewährleisten", hielt dazu Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck fest.
Insider gehen davon aus, dass der Tier-Killer der Täter ein Nachtsichtgerät bei sich hatte und auch verwendete. Auf die mutmaßliche Tatzeit dürften die Ermittler vom Landeskriminalamt, Abteilung Umweltdelikte, wohl aufgrund von Videoaufzeichnungen in und rund um den Tierpark gekommen sein. Jetzt ist nur noch die Frage, wie viel man bei einer Spezialbearbeitung der Aufnahmen erkennen kann und ob sogar eine Identifizierung des Schönbrunn-Snipers möglich ist.