Verhungert und verdurstet

Tierquälerin ließ 38 Hunde sterben

21.11.2016

Vor Gericht wird einer der schlimmsten Fälle von Tierquälerei verhandelt.

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© Getty Images (Symbolbild)
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Bei zwei unangekündigten Kontrollen auf einem Sacherl in Mayrhof bei Schärding wurde das ganze Ausmaß einer Tiertragödie sichtbar: Teils in Boxen, teils in Plastiksäcken wurden die Kadaver von 38 Hunden entdeckt. Verhungert und verdurstet, übersät mit Parasiten. Die Tiere waren bis auf die Knochen abgemagert. Weitere Hunde konnten, wie drei Schweine, gerade noch in letzter Sekunde gerettet werden.

Dafür muss sich seit Montag die Halterin Veronika S. (63) vor Gericht in Ried im Innkreis verantworten. Gleichzeitig wird ihr schwerer Betrug vorgeworfen. Sie soll einer Tierfreundin aus Deutschland 200.000 Euro herausgelockt haben. Angeblich, um sich artgerecht um ihre Tiere kümmern zu können. Angekommen ist das Geld bei den Tieren jedoch nicht.

Angeklagter drohten 
bis zu zehn Jahre Haft

Während für die Tierquälerei bis zu einem Jahr Haft droht, beträgt der Strafrahmen für den Betrug bis zu zehn Jahre. Bis zum Prozess zeigte sich Veronika S. weitgehend nicht geständig. Das Urteil des Schöffengerichts gegen die Angeklagte stand bei Reaktionsschluss noch nicht fest. Für sie gilt die Unschuldsvermutung.

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