Mafia-Vorwurf
Tierschützer: Start für Monsterprozess
Unglaubliche 119 Zeugen will die Anklage aufbieten, um die Schuld der Aktivisten zu beweisen. Diese wiederum vermuten eine Strafaktion.
Am Dienstag startet am Landesgericht Wr. Neustadt der Prozess gegen 13 Tierschützer – mit insgesamt 200.000 Aktenzeichen, Hunderten Zeugen und Verhandlungen bis mindestens Mitte des Jahres wird es ein rekordverdächtiges Verfahren.
Auch die Causa, die verhandelt wird, ist mehr als aufsehenerregend. Denn auf der Anklagebank sitzen gleich 13 Tierschützer, die erstmals nach dem sogenannten „Mafia-Paragrafen“ 278a des Strafgesetzbuches angeklagt sind. Dies bedeutet: Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, Mitglieder einer kriminellen Organisation zu sein oder doch zumindest Förderer. Denn bestraft wird nach Paragraf 278a eben auch, wenn man wissentlich mit legalen Handlungen illegale Aktionen unterstützt hat. ÖSTERREICH hat mit dem prominentesten Angeklagten, dem Obmann des Vereins gegen Tierfabriken, Martin Balluch, gesprochen.