Schadensersatz

Haxl gestellt: Lehrerin (60) klagt Schüler

12.02.2015

Im Streit geht es um 1.700 € vor Gericht. 

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Lehrerin Erna K. (Name geändert) stolperte im Zeichenunterricht an einer Schule in Lienz über das ausgestreckte Bein des 14-jährigen Schülers Manuel (Name geändert). Die 60-jährige Pädagogin ist sich sicher: Ihr wurde das Haxl gestellt. „Ich habe so schwere Prellungen erlitten, dass ich einen Monat lang arbeitsunfähig war“, sagt sie. Sie forderte von der Versicherung des Schülers 1.700 Euro. Die schenkte aber dem Schüler Glauben. Die Lehrerin klagte den Schadenersatz ein.

Missgeschick
Manuels Version: „Es war alles ein blöder Zufall.“ Er sei die ganze Stunde mit ausgestreckten Beinen dagesessen. Als Erna K. durch die Bankreihen ging, hätte er die Beine einzuziehen versucht: „Es ist aber zu spät gewesen.“

Donnerstag trafen sich Lehrerin und Schüler vor dem Bezirksgericht in Lienz wieder. Manuels Anwalt Gerhard Seirer: „Er ist ein unauffälliger Schüler mit guten Betragensnoten. Er fühlt sich wegen der Anschuldigungen gekränkt.“

Ein Urteil erging am Donnerstag noch nicht, der Prozess wurde vertagt.

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