Schlechtes Zeugnis

Innsbrucks Schulen sind in der Krise

27.04.2009

Unterricht in Containern für die HAK-Schüler: eine Übergangslösung wird zum Dauerzustand. Auch andere Schulen sind in desolatem Zustand.

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© TZ Österreich Kernmayer
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Wie ÖSTERREICH bereits berichtet müssen die Schüler der Bundes-Handelsakademie noch weitere zwei Jahre auf die Fertigstellung der Renovierungsarbeiten an ihrer Schule warten. Vor allem weil die dringend nötigen Umbauarbeiten bisher noch nicht einmal begonnen haben. Der Grund dafür ist der Streit um die Miethöhe. Seit mittlerweile zwei Jahren finden das Unterrichtsministerium und die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) in diesem Fall zu keiner Einigung.


Schimmel im Container
Der Unterricht findet währenddessen in einem Containerdorf statt, wo sowohl Lehrer als auch Schüler unter den katastrophalen klimatischen Bedingungen leiden. Im Sommer wird es extrem heiß und im Winter setzt die Kälte Lehrenden wie Lernenden zu. Nun wurde sogar Schimmel in den Containern entdeckt, was eine weitere gesundheitliche Belastung für alle bedeutet, die sich darin aufhalten müssen. Auch andere Innsbrucker Schulen wären durchaus renovierungsbedürftig.

Aula fehlt
So klagt zum Beispiel die Direktion des BG/ BRG Sillgasse über die unmodernen pädagogischen Bedingungen des Schulgebäudes und fordert die dringend notwendige Sanierung. Konkret fehlt es in der Sillgasse an einer Aula und einem Sprechzimmer, damit die Lehrerkonferenzen nicht mehr am Gang abgehalten werden müssen. Außerdem wäre eine behindertengerechte Gestaltung des Gebäudes längst überfällig. Dass die technische Ausrüstung alles andere als aktuell ist, ist hier noch das geringste Problem.

Improvisation ist gefragt
Auch das BRG Adolf-Pichler Platz muss sich mit diesen und ähnlichen Schwierigkeiten herumschlagen. Dort übersteigt die Schülerzahl mittlerweile das Platzangebot soweit, dass zwei Klassen in eine anderes Gebäude in der Altstadt umsiedeln mussten.

Zum Turnunterricht müssen die Schüler regelmäßig mit einem Bus ins Landessportheim gebracht werden. Auch Räume für den Biologie- oder Chemieunterricht fehlen, deshalb wird zum Teil im botanischen Garten unterrichtet. Improvisation ist hier ständig das Gebot der Stunde.

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