Nach Unfalldrama
Neue Eltern für Aldina gefunden
18.08.2009
Weil ihr Vater bei der Urlaubs-Heimreise kurz einnickte, musste fast die ganze Familie sterben
Das Schicksal der 11-jährigen Aldina bewegt derzeit ganz Tirol. Die Innsbrucker Schülerin musste in der Nacht auf Sonntag mit ansehen, wie ein Unfall auf der A 12 bei Hall ihre gesamte Familie auslöschte. Ihr Vater nickte am Steuer ein, das Auto krachte in eine Lärmschutzwand. Mutter, Vater und ihr 15-jähriger Bruder Ascan waren auf der Stelle tot. Wie durch ein Wunder überlebte Aldina. Sie wurde nur mit Prellungen und Blutergüssen ins Krankenhaus Innsbruck eingeliefert. „Es geht ihr mittlerweile körperlich ganz gut“, erzählt Krankenhaus-Sprecher Johannes Schwammberger. Noch gestern sollte sie aus dem Spital entlassen werden. „Die Frage ist, wohin sie entlassen wird.“ Denn ihre Familie lebt nicht mehr.
Jugendamt
Die Vormundschaft geht jetzt direkt an das Jugendamt.
Dieses suchte gestern den ganzen Tag nach einer Lösung. „Unsere
Sozialarbeiterin hat mit Verwandten und mit Aldina selbst gesprochen“, so
Jugendamt-Leiterin Gabriele Herlitschka. „Sie kommt zu einer befreundeten
Familie, das wollte sie selbst so. Diese Familie nimmt das Mädchen gerne
auf. Die Jugendwohlfahrt bleibt dran und wird sich das ansehen.“ Ob Aldina
im September in ihre alte Schulklasse zurückkehren will, ist noch offen.
„Ich bin froh, dass nach diesem schrecklichen Unfall noch ein paar Wochen
Ferien sind“, meint Herlitschka betroffen.