Jüngstes Opfer 13

Todes-Droge fordert in Tirol drei Teenie-Leben

17.03.2026

Eine erschütternde Serie von Todesfällen unter Teenagern schockt Tirol: In kurzer Zeit starben zwei Mädchen (13 und 16) und ein 18-jähriger Bursche. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass in allen drei Fällen Drogen im Spiel waren.

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Tirol. Besonderes tragisch ist das Schicksal einer erst 13 Jahre alten Schülerin aus dem Pitztal: Ende Februar feierte sie noch ihren 13. Geburtstag, keine zwei Wochen danach war Anastasia  tot.  Aufgefunden wurde sie laut der Tiroler Tageszeitung in  einer Wohnung in der Franz-Pregl-Straße unmittelbar neben der  Kirche der Pfarre Heilige Familie Wilten-West in Innsbruck– in derselben Unterkunft war bereits fünf Tage zuvor ein 18-jähriger ums Leben gekommen war.

Es wird noch finsterer: Auch Mia, eine 16-jährige Freundin des Mädchens aus dem, Ötztal, ist nicht mehr am Leben. Sie starb am 28. Februar in einer Wohnung im Tiroler Unterland und wurde wie auch Anastasia kürzlich beigesetzt. Die Eltern verstehen die Welt nicht mehr: Auf einem Partezettel steht: "Fragt nicht warum, fragt nicht wozu, so kommt unser Herz niemals zur Ruh."

Fentanyl-Welle in Österreich angekommen?

In allen drei Fällen dürfte Suchtgift eine Rolle gespielt haben, vermutet die Exekutive. Ein endgültiges Ergebnis steht bis zum endgültigen Ergebnis der toxikologischen Untersuchung aber noch aus. Zu befürchten steht, dass die Todesdroge Fentanyl - in den USA sterben jährlich Zehntausende durch das hochgefährliche und extrem schnell abhängig machende Opioid. Möglich sind auch Nitazene, neue synthetische Opioide, die oft unbemerkt anderen Drogen beigemischt werden, was das Risiko einer ungewollten Überdosierung massiv erhöht.

Alle drei Opfer sollen Teil derselben Clique gewesen sein, in der ältere Burschen und Männer Jugendliche und hier vor allem Mädchen zunächst günstig mit Suchtgift versorgen - erste Kostproben sind gratis. Dafür werden laut Tiroler Tageszeitung, die Klaus Kapelari vom Kompetenzzentrum Gewaltschutz befragt haben, einschlägige Fotos verlangt, mit denen sie danach erpresst werden. Wenn das Geld für den steigenden Konsum nicht mehr reicht, müssen die Opfer mit Sex bezahlen. Die Polizei ermittelt deshalb wegen Missbrauchs bis hin zur Vergewaltigung. Zudem wird zu klären sein, wer der 13- und der 16-Jährigen die tödlichen Substanzen gegeben hat. Den Dealern droht ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung, wenn nicht sogar wegen Mord - wenn man ihnen nachweisen kann, dass sie gewusst oder bewusst in Kauf genommen haben, dass ihre Kunden am Konsum ihrer Ware sterben können.