DNA-Spuren auf Becher

Tresor-
Knacker stolpern über Joghurt

01.02.2012

Täter schlägt seit 7 Jahren zu - Foto vom hungrigen Ganoven.
 

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© Polizei
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In der Nacht auf den 9. November kam es in Tulln auf den ersten Blick zu einem Dutzendverbrechen. Unbekannte Täter waren in ein Haus eingebrochen und hatten mit der Flex den Safe aufgeschnitten. Mit der Beute – Bargeld und diverse Wertgegenstände – gelang den Tresor-Mardern die Flucht.

Jetzt, nach Auswertung der DNA-Spuren vor Ort, wissen die ermittelnden Beamten mit Sicherheit: Er ist wieder da. Ein Phantom, dem man zwar bereits seit Jahren auf den Fersen, das aber einfach nicht zu fassen ist. Vielleicht geht der Mann jetzt endlich ins Netz ...

Bei Geschäftseinbruch Becher liegen gelassen
Dass die Kripo überhaupt eine Ahnung bzw. eine Spur hat, dass der Gesuchte ein Serien-Einbrecher ist, der zuletzt 2004 in Österreich sein Unwesen trieb, ist dem Heißhunger des Verdächtigen zu verdanken. Damals, ebenfalls im November, kam es in Ybbs zu einer Reihe von Einbrüchen in Geschäfte mit aufgeschnitten Tresoren – neben einem Safe lag ein leeres NÖM-Erdbeer-Joghurt. Und auf dem Becher fand sich der genetische Mund-, pardon, Fingerabdruck des bis dahin völlig unbeschriebenen Mannes. Danach verschwand der Gauner mit der Flex für längere Zeit aus Österreich, nach Deutschland. Ein Beamter: „Alle heiligen Zeiten, wenn er wieder einmal zuschlug und unvorsichtig war, gab es einen Treffer im Fahndungscomputer.“

Ist das gesuchte Phantom Lenker oder Beifahrer?
Die heißeste Spur neben dem Joghurt-Becher hat sich im Vorfeld zu dem Coup in Tulln ergeben: Wenige Tage nach einem Einbruch in Deutschland war er bei der Flucht mit einem Mercedes (siehe Bild oben) in die Radarfalle gefahren. Jetzt stellt sich nur noch die Frage: Ist er der Mann hinter dem Lenkrad oder auf dem Beifahrersitz? Hinweise, auch anonym, dringend an die Polizeiinspektion Klein-Pöchlarn unter 059133 3133.

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