Drama am Bodensee

Keine Spur der vermissten Fischer

24.01.2012


Die Suche nach den beiden Männern ist weiterhin ohne Erfolg.

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© APA, Einsatzkräfte suchen nach den beiden Männern
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Die Suche nach zwei vermissten Vorarlberger

auf dem Bodensee lief auch am dritten Tag unvermindert weiter, blieb aber bisher erfolglos. Die Vorarlberger Wasserrettung, Feuerwehrleute und Polizisten rückten unterstützt von deutschen und schweizerischen Kräften erneut aus, um die beiden bei Sturm verschwundenen Männer zu finden. Die Suche konzentriere sich auf den Bereich zwischen der Mündung des Alten Rheins und des Neuen Rheins samt dem dicht mit Schilf bewachsenen Ufer, so die Auskunft der Seepolizei.

Ein Schwerpunkt galt dabei dem Gebiet um den Rohrspitz bei Fußach, wo bereits mehrere Ausrüstungsgegenstände angeschwemmt wurden. Erstmals war am Dienstag das Wasser klar genug, um vom Hubschrauber des Innenministeriums aus gute Sicht auf den Seegrund zu haben, sagte einer der Einsatzleiter. Bisher gebe es aber keine neuen Erkenntnisse. Die Wasserretter untersuchten vom See her mit Booten das Schilf, ein von der Feuerwehr verstärkter Landzug mit Suchhunden nahm sich den Uferbereich von Land aus vor.

Wie lange man weitersuchen könne, hänge von Sicht, Wetter und Wellengang ab, hieß es. Zudem kämen die ehrenamtlich tätigen Retter langsam an ihre Grenzen. Man müsse daher von Tag zu Tag entscheiden, wie es weitergehen solle.

Die beiden 32 und 35 Jahre alten Fischer waren am Sonntag mit dem Boot eines Bekannten zu einem Angelausflug aufgebrochen und nicht zurückgekehrt. Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens herrschte hoher Seegang und Starkwindwarnung. Ihre gekenterte Gondel wurde am Montag vor Fußach (Bezirk Bregenz) entdeckt, ebenso einige Ausrüstungsgegenstände. Mit einem Überleben der beiden Männer kann kaum mehr gerechnet werden.

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