Schwer verletzt

Wegen einer Frau den Bruder niedergestochen

03.02.2011

Das Motiv war wahrscheinlich Neid auf das Liebesglück des Jüngeren.

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© Schwarzl
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Ein Bruderzwist wie bei Kain und Abel hat gestern früh in Rainbach im Mühlkreis (Bezirk Freistadt) in einem Blutbad geendet. Weil er seinem Bruder offenbar die Freundin (17) nicht gönnte, griff ein 28-Jähriger zum Messer und stach zu.

Sonderling
"Einzelgänger, komisch, psychisch angeknackst" – so wird Christian P. (28) von Bekannten beschrieben. Als der Vater vor einigen Jahren starb, habe sich der Frühpensionist noch mehr zurückgezogen, Gesellschaft gemieden. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Thomas (23) bewohnte er das Elternhaus in Summerau. Dort war gestern kurz vor zehn Uhr auch der Streit zwischen den beiden eskaliert. Nagende Eifersucht und Neid auf das Liebesglück des Jüngeren veranlassten Christian P. schließlich dazu, ein 30 Zentimeter langes Küchenmesser in den Rücken des Bruders zu rammen. Thomas P. konnte sich schwer verletzt ans Telefon schleppen und seine Freundin alarmieren. Die gab einen Notruf ab.

Warten auf Einvernahme
Doch noch gibt es keine Antworten auf die Fragen der Ermittler. "Der 28-Jährige ist dazu psychisch nicht in der Lage", so Markus Mitlöhner von der Sicherheitsdirektion. Gegen Christian P. wird nun wegen schwerer Körperverletzung ermittelt.

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