Plus 8,62 Prozent

Bundesmuseen feiern Besucherrekord mit 8,4 Millionen Eintritten

02.02.2026

Mehr als 8,4 Millionen Besuche meldeten die Bundesmuseen und die Nationalbibliothek im Jahr 2025. Die Kulturinstitutionen bauen damit ihren jahrelangen Aufwärtstrend weiter aus. Ausstellungen, neue Formate und digitale Angebote treffen den Nerv des Publikums. 

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© APA/MAX SLOVENCIK
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2025 war ein Rekordjahr für die österreichischen Bundesmuseen und die Nationalbibliothek. Insgesamt wurden 8.441.175 Besuche gezählt. Das bedeutet ein sattes Plus von 8,62 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Kulturministerium nennt als Hauptgründe unter anderem zahlreiche Sonderausstellungen sowie den erfolgreichen Verkauf der neuen Bundesmuseen-Card.

"Auch in schwierigen Zeiten zeigen die Bundesmuseen, dass sie als wertvolle Kulturgüter ein absoluter Publikumsmagnet sind und eine große Strahlkraft in Österreich und über unsere Landesgrenzen hinaus haben", sagte Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler (SPÖ). 

Belvedere knackt Zwei-Millionen-Marke

Ein Höhepunkt des Jahres war der Sprung der Österreichischen Galerie Belvedere über die Zwei-Millionen-Marke. Mit exakt 2.030.522 Eintritten und einem Zuwachs von 8,7 Prozent erreichte das Haus einen neuen Höchstwert. Auch das MAK - Museum für angewandte Kunst konnte mit 201.169 Besuchen einen neuen Besucherrekord aufstellen, was einem Plus von 15,3 Prozent entspricht.

Ebenfalls sehr erfolgreich war der KHM-Museumsverband, der insgesamt 2.129.677 Eintritte zählte. Das entspricht einer Steigerung von 8,98 Prozent. Besonders gefragt war das Haupthaus mit einem Plus von 13 Prozent. Im Ephesos Museum lag der Zuwachs bei 16 Prozent. Im Theatermuseum war die Ausstellung zu Johann Strauss ein Publikumsmagnet. Bis zur Schließung wegen Umbauarbeiten kamen 31 Prozent mehr Gäste als im Vorjahr.

Albertina konstant stark, mumok holt auf

Die Albertina verzeichnete mit 1.290.301 Besuchen das zweitbeste Ergebnis ihrer Geschichte. Das kleine Minus von 2,35 Prozent wurde durch den Rückgang in der Außenstelle in Klosterneuburg verursacht. Die Albertina modern steigerte sich deutlich und kam auf 210.818 Besuche, ein Plus von 13,2 Prozent im Vergleich zu 2024.

Das Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien war von Jänner bis Juni 2024 wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Ein Vergleich zum Vorjahr ist deshalb nicht sinnvoll. Mit 204.556 Besuchen erreichte das mumok aber wieder das Niveau von 2022.

Renovierter Prunksaal als Publikumsmagnet

In der Österreichischen Nationalbibliothek sorgte der frisch renovierte Prunksaal für eine starke Besucherentwicklung. Inklusive Lesesälen und dem Haus der Geschichte Österreich wurden 1.305.867 Besuche gezählt, ein Plus von 22 Prozent. Ohne Lesesaal lag der Zuwachs sogar bei 27,67 Prozent - von 872.233 im Jahr 2024 auf 1.113.543 im Jahr 2025.

Das Technische Museum Wien mit Österreichischer Mediathek verzeichnete ebenfalls steigende Zahlen. Mit 497.675 Besuchen lag das Plus bei 6,37 Prozent. Im Naturhistorischen Museum blieb die Lage stabil mit einem leichten Anstieg von 0,28 Prozent auf 973.732 Besuche.

Millionen Klicks im Netz

Auch das junge Publikum war stark vertreten. 1.518.525 Kinder und Jugendliche nutzten den freien Eintritt. 559.936 davon kamen mit der Schulklasse, der Rest auf eigene Faust. Insgesamt wurden 3.417.390 voll zahlende Gäste registriert. 2.360.999 Besucherinnen und Besucher kamen aus Österreich, 2.917.986 reisten aus dem EU-Ausland an.

Ein weiterer Erfolg war der Online-Bereich. Über 106 Millionen Menschen nutzten die digitalen Angebote, darunter knapp 50.000 zahlende User. Führungen, Podcasts, Ausstellungen und Web-Events erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Die neue Bundesmuseen-Card wurde im Jahr 2025 insgesamt 54.698 Mal verkauft. Der Kulturhunger bleibt also groß - vor Ort genauso wie im Netz.