Blutspendeaufruf
Diagnose Leukämie: 93 Blutkonserven retteten das Leben von Sarah
13.02.2026Wenn ein Kind an Krebs erkrankt, gerät das ganze Leben aus dem Takt. Familien stehen plötzlich vor Therapien, die körperlich und seelisch alles abverlangen. Dass viele dieser jungen Patientinnen und Patienten heute gute Heilungschancen haben, hängt auch von regelmäßigen Blutspenden ab,
Im St. Anna Kinderspital in Wien kämpfen Kinder täglich ums Überleben. Ein Rundgang durch die onkologischen Stationen macht betroffen. Während andere Gleichaltrige spielen und lachen, bestimmen Chemotherapien und Klinikzimmer ihren Alltag. Ohne Blutspenden wären viele dieser Therapien nicht möglich.
"In Österreich erhalten jedes Jahr 250 bis 300 Kinder und Jugendliche die lebensbedrohliche Diagnose Krebs“, sagt Andishe Attarbaschi, Co-Direktor des St. Anna Kinderspital. In 45 Prozent der Fälle diagnostizieren Ärztinnen und Ärzte akute Leukämien oder hochmaligne Lymphome. Die Heilungschancen haben sich stark verbessert und liegen je nach Unterart zwischen 85 und 95 Prozent. "Die supportive Therapie mit Blutprodukten ist ein wesentlicher Faktor für den Behandlungserfolg", betont Attarbaschi.
Tausende Blutkonserven sichern die Therapien
Damit diese hohen Heilungsraten möglich bleiben, braucht es eine stabile Versorgung mit Blutprodukten. Das Österreichisches Rotes Kreuz liefert jedes Jahr 3.000 Erythrozytenkonzentrate und 1.500 Thrombozytenkonzentrate an das Kinderspital. "Für erfolgreiche Krebstherapien sind oft viele Blutkonserven notwendig", betont Ursula Kreil, Transfusionsmedizinerin und stellvertretende medizinische Leiterin der Blutspendezentrale für Wien, Niederösterreich und das Burgenland beim Roten Kreuz. Aus einer einzigen Spende entstehen mehrere Produkte, die während intensiver Behandlungen gebraucht werden.
Blut kann niemand künstlich herstellen. Eine Konserve bleibt nur 42 Tage haltbar. "Deswegen ist es besonders wichtig, regelmäßig Blut zu spenden, um die Versorgung in Österreich mit diesem lebenswichtigen Notfallmedikament zu garantieren", sagen Kreil und Attarbaschi.
93 Blutkonserven retteten Sarah das Leben
Wie entscheidend diese Hilfe ist, zeigt die Geschichte von Sarah Elmer. Mit 10 Jahren erkrankte sie an einer seltenen Form von Blutkrebs, einer bilinearen Leukämie. Heute ist sie 21 Jahre alt und gilt als geheilt. "93 Blutkonserven wurden für meine Therapie benötigt", sagt Sarah Elmer. "Ich bin extrem glücklich und dankbar, dass ich mit der Hilfe vieler Blutspenderinnen und Blutspender geheilt werden konnte."
"Es gibt nichts Schlimmeres als eine schwere Erkrankung des eigenen Kindes. Niemand sollte so etwas erleben müssen. Jeder Tag war erfüllt mit Angst um ihr Leben und der Hoffnung auf eine erfolgreiche Therapie. Wir bedanken uns beim gesamten Team des St. Anna Kinderspitals für den großen Einsatz und das Engagement, das wir bei Sarahs Behandlung erlebt haben ", erinnern sich Sarahs Eltern. Sie richten einen klaren Appell an die Bevölkerung. "Gehen Sie zur Blutspende, sie retten damit Leben."