1. Hinweise auf religiöses Motiv

Eigene Mutter hat Angreifer angezeigt

12.03.2018

Das Messer-Attentat von Hietzing könnte einen religiösen Terror-Hintergrund haben.

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© APA/HANS PUNZ
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So viel ist derzeit über den Angreifer, der auf den Soldaten vor dem Wohnsitz des iranischen Botschafters losging, bekannt:

  • In Wien geboren: Der 26-Jährige heißt Mohamed El M. und stammt aus einer aus Ägypten zugewanderten Familie. Er lebte zuletzt bei seiner Mutter in Penzing und dürfte sehr religiös gewesen sein.

  • Facebook-Profil: Auf seiner Facebook-Seite teilt der junge Mann fast nur religiöse Inhalte. Einige davon kommen von bekannten salafistischen Predigern wie den Deutschen Konvertiten Pierre Vogel. Außerdem hat er einen Link zur als terroristische eingestuften Propagandaseite „Ansarul Aseer Original“, wo unter anderem die Freilassung des Hasspredigers Ebu Tejma alias Mirsad Omerovic gefordert wird.

  • Islamische Schule: Der Verdächtige behauptete auch, in eine „islamische Schule“ gegangen zu sein.

  • Pass eingesteckt: Bei der Leiche des vom Soldaten in Notwehr erschossenen Angreifers wurde übrigens sein Pass gefunden, den der 26-Jährige eingesteckt hatte. Das spricht dafür, dass er nicht in einem akuten psychotischen Anfall gehandelt hat, sondern dass er den Angriff eiskalt geplant hat.

  • Psychisch labil: Es gibt aber laut einem Geheimdienstinsider auch Hinweise, dass es sich bei Mohamed El.-M. um einen psychisch labilen, gewaltbereiten jungen Mann handelt, gegen den es im Familienkreis zumindest schon eine Wegweisung gab. Seine eigene Mutter hat ihn angezeigt und aus der Wohnung geworfen.

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