Jetzt fix
Ende einer Ära: Dompfarrer Toni Faber geht in Pension
23.05.2026Faber-Abschied besiegelt: Erzbischof Josef Grünwidl hat nach „guten Gesprächen“ bestätigt, dass Dompfarrer Toni Faber im Sommer 2027 in Pension geht.
Der Wiener Stephansdom steht vor einer großen personellen Veränderung. Bischof Grünwidl bestätigte am Samstag im Mittagsjournal, dass der beliebte Dompfarrer Toni Faber im Juli 2027 nach dem Erreichen seines 65. Geburtstages den Posten für die Erzdiözese Wien freimachen wird.
Grünwidl erklärte vor einer Firmung: „Toni Faber hat meinem Wunsch entsprochen, dass ich nach seinem 30-jährigen Jubiläum als Dompfarrer mir Gedanken über einen neuen Dompfarrer machen kann.“ Man sei in guten Gesprächen zu dieser Übereinkunft gekommen.
Laut Bischof Grünwidl habe niemand dieses Amt so lange ausgeführt wie Toni Faber. Ein Wechsel sei auch aus diesem Grund sinnvoll. „Da hat Toni Faber schon einen Rekord aufgestellt“, meinte der Bischof. Auf Diskussionen rund um Fabers Lebenswandel und die daran geäußerte Kritik wollte sich Grünwidl hingegen nicht einlassen. Er betonte vielmehr, dass es üblich sei, sich mit dem Erreichen des 65. Lebensjahres für Zukunftsgespräche an den Vorgesetzten zu wenden. Dies sei hier passiert, und es habe mehrere Gründe gegeben, um über einen Abgang nachzudenken.
Zukunft weiter in der Kirche
Toni Faber wird der Kirche in Wien jedoch erhalten bleiben. Er soll weiterhin als Seelsorger am Stephansplatz wirken, da der Bischof seinen Dienst sehr schätze. Dies gelte auch, obwohl man „nicht die dicksten Freunde sind“, wie Grünwidl schmunzelnd festhielt. Die beiden Männer wurden vor über 40 Jahren am gleichen Tag zum Priester geweiht. Faber selbst blickt der Veränderung positiv entgegen und betonte, dass er „mit Leib und Seele Priester“ bleibe, da dies in seiner DNA eingeschrieben sei.
Keine Angst vor Pensionsschock
Gegenüber dem Kurier ließ Faber bereits durchblicken, wo er seine Zukunft sieht. Er möchte sich weiterhin in der Citypastoral betätigen. „So eine vermittelnde Brückenfunktion zwischen Kirche, Glaube, Gesellschaft, Wirtschaft, Politik, Kunst, Kultur einzubringen, das macht mir die größte Freude. Und das im Dienst am Menschen, da gibt es ein groß Spielfeld, ein große Betätigung. Ich fürchte mich nicht vor einem Pensionsschock“, so Faber. Er glaube, in seiner Zeit als Dompfarrer gezeigt zu haben, was alles möglich ist, und wünscht seinem noch unbekannten Nachfolger für die Zukunft alles Gute.