Stephansdom
Ende einer Ära: Geht Dompfarrer Toni Faber in Pension?
19.05.2026Der Wiener Dompfarrer Toni Faber steht offenbar vor dem Abschied aus dem Stephansdom. Der langjährige und bekannte Geistliche bestätigt nun laufende Gespräche über seine bevorstehende Pensionierung.
Toni Faber leitet die Dompfarre St. Stephan bereits seit dem Jahr 1997 und hat sich in dieser Zeit zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten in Wien entwickelt. Ob bei gesellschaftlichen Veranstaltungen, feierlichen Eröffnungen oder Segnungen – der Dompfarrer ist weit über die rein kirchlichen Kreise hinaus im Leben der Stadt präsent. Nun laufen Gespräche über seine Pensionierung im kommenden Jahr, wie er gegenüber dem "Kurier" bestätigt hat. Im März feiert der Wiener Dompfarrer seinen 65. Geburtstag.
Gespräche über die Pensionierung
Zuletzt hat Toni Faber auch mit seinen persönlichen Aussagen zum Zölibat für Aufsehen gesorgt, dessen „Lebensmächtigkeit“ nach seiner Einschätzung überschätzt werde. Mit dem neuen Wiener Erzbischof Josef Grünwidl sieht sich der Dompfarrer in dieser Frage dabei „im Wesentlichen“ auf einer Linie. Trotz der aktuell laufenden Gespräche über den Ruhestand betont der Geistliche sehr deutlich, wie eng er mit seiner Wirkungsstätte verbunden ist.
Der absolute Traumplatz
Der Dompfarrer betont seine tiefe Verbundenheit mit den Worten: „Ich bin an meinem Traumplatz.“ Früher habe er sich sogar gut vorstellen können, „bis 80 hier“ zu arbeiten. Mittlerweile stellt der bevorstehende Ruhestand für ihn jedoch „nichts Unvorstellbares“ mehr dar. Großen Rückhalt erfährt Toni Faber dabei direkt aus seiner eigenen Dompfarre. Mitglieder der Pfarre hätten sogar schon nachgefragt, wie man sich aktiv für seinen Verbleib einsetzen könne.
Zukunft im Stephansdom
Ganz aufhören mit den seelsorgerischen Aufgaben möchte Toni Faber aber auch im Falle einer Pensionierung auf keinen Fall. Er plant, auch in der Zukunft weiterhin Taufen, Hochzeiten und Messen aktiv zu feiern – „wenn auch vielleicht nicht mehr in der offiziellen Funktion des Dompfarrers“. Seitens der Erzdiözese Wien hieß es zu den aktuellen Entwicklungen rund um die Personalie lediglich, dass derzeit „gute Gespräche“ mit Faber geführt werden.