Robo-Event in Wien

"Festival der Roboter" zeigt Zukunft Österreichs

20.05.2026

Fortschreitende Verschränkung der Arbeitswelt mit KI und Robotik ist ein fragenbelastetes Thema. Im Vorfeld der größten wissenschaftlichen Robotikkonferenz (ICRA), die am 1.-5- Juni rund 7.000 Experten nach Wien bringt, will man das Gebiet am 30. und 31. Mai am Karlsplatz faktenbasiert umreißen.

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© APA/HANS KLAUS TECHT
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Man möchte zeigen, "dass Österreich in dem Bereich nicht irgendwo steht", so Infrastrukturminister Peter Hanke (SPÖ). Österreich sei bei der robotisch unterstützten Produktion ganz vorne dabei, erklärte Andreas Kugi, Direktor des Austrian Institute of Texhnology.

Österreich bei Robotik leicht über EU-Schnitt

Im Gegensatz zu manchem aus China oder den USA entwickle man Systeme, für die man Sicherheitsgarantien geben kann. Österreich liege im Bereich "Robotics" leicht über dem EU-Schnitt, so TU-Wien-Rektor Jens Schneider. Man müsse aber die "PS aus der Forschung besser auf die Straße bringen". "Es ist noch ein langer Weg bis zu flexiblen Systemen", in denen humanoide Robotik in Verbindung mit KI autonom mit menschlichen "Kollegen" interagiert.

Weltweit bei Robotik auf Platz 15

Mit 219 Industrierobotern pro 100.000 Beschäftigten liegt Österreich weltweit auf Rang 15; in der "Industriestrategie 2035" ist Robotik als eine von neun Schlüsseltechnologie enthalten. Das "Festival der Roboter" wird familiengerecht bei freiem Eintritt abgehalten und u.a. von Emily Kate Genatowski (Universirät Wien) eröffnet, die im Rahmen eines Experiments mit einem humanoiden Roboter zusammenlebt.

Mehr Frauen in der Technik und Zukunftssorgen 

Neben Demonstrationen geht es außerdem darum, wie mehr Frauen motiviert werden können. Denn nach wie vor gebe es bei der Frauenquote in der Technik und angewandten Forschung Potenzial. Marko Miloradovic, Geschäftsführer des Wiener Arbeiternehmerfonds, ortete beim Thema zudem eine "legitime Sorge" bezüglich der zukünftigen Erwerbstätigkeit. Die Technikgeschichte zeige aber, dass "Maschinen Berufe nur selten komplett ersetzen". Klar sei, dass es in unserer alternden Gesellschaft Lücken geben wird, die mit Robotik gefüllt werden müssen.