Bau-Start
Floridsdorfer Rad-Turbo: Sima und Papai schließen wichtige Lücke zum Bahnhof
13.04.2026In Floridsdorf rollen ab dieser Woche die Baumaschinen für ein neues Vorhaben im Radverkehrsnetz.
In der Leopold-Ferstl-Gasse entsteht ein rund 115 Meter langer Zwei-Richtungs-Radweg, der die Verbindung von der Floridsdorfer Hauptstraße zum Bahnhof Floridsdorf massiv verbessert. Das Projekt soll bereits Ende Mai fertiggestellt sein und sorgt für einen kostengünstigen Lückenschluss im 21. Bezirk.
Mobilitätsstadträtin Ulli Sima setzt bei diesem Vorhaben auf eine moderne Bauweise und erklärt die Vorteile der neuen Strecke klar. „Umgesetzt wird dieser neue Radweg in einer kosteneffizienten Leichtbauweise, die für Verkehrssicherheit und hohen Komfort sorgt. Diese Methode funktioniert bereits am Neubaugürtel oder auf der Nordbergbrücke, wo wir im letzten Jahr rasch und kostengünstig sicherere Radwege geschaffen haben“, betont Sima.
Auch Bezirksvorsteher Georg Papai zeigt sich über die Entwicklung in seinem Bezirk sichtlich erfreut. Er sieht den neuen Weg als zentralen Baustein für die lokale Infrastruktur und unterstreicht die Wichtigkeit der Lage. „Die Floridsdorfer Hauptstraße verbindet den 21. Bezirk über die Donau in weiterer Folge mit den Inneren Bezirken und hat daher eine zentrale Bedeutung für das Radverkehrsnetz in Wien. Mit der 2024 fertiggestellten Umgestaltung bis Am Spitz und der bevorstehenden Neugestaltung entlang der Brünner Straße bis zur Karl-Schäfer-Straße ist eine komfortable und sichere Verbindung durch Floridsdorf für alle Verkehrsteilnehmer*innen möglich. Nun wird die Erreichbarkeit auch innerhalb des Bezirkes verbessert“, so Papai über den neuen Abschnitt.
Sicherheit durch innovative Gummi-Schwellen
Die technische Umsetzung in der Leopold-Ferstl-Gasse erfolgt durch eine spezielle Leichtbauweise auf Straßenniveau. Dabei trennen 25 Zentimeter breite Gummi-Schwellen den Radweg baulich von den angrenzenden Fahrstreifen für Autos und erhöhen so die Sicherheit für alle Beteiligten. Ein praktischer Vorteil dieser Lösung ist die Flexibilität für Rettungskräfte, da Einsatzfahrzeuge diese Schwellen im Notfall problemlos überfahren können.
Zusätzlich sorgen neu gestaltete Gehsteigvorziehungen für bessere Sichtbeziehungen und schützen damit auch die Fußgänger im Kreuzungsbereich. Ab der Schöpfleuthnergasse verläuft die Route dann verkehrsberuhigt durch eine Sackgasse weiter zum bestehenden Radweg in der Linken Nordbahngasse.
Wien baut das Radnetz 2026 konsequent aus
Dieses Projekt ist Teil der großen Wiener Radweg-Offensive des Jahres 2026. Die Stadt Wien plant heuer insgesamt 33 neue Projekte mit rund 12,5 Kilometern neuer Infrastruktur. Der Fokus liegt dabei konsequent auf der Weiterführung großer Radachsen und dem Schließen kleinerer Lücken für den täglichen Weg der Wienerinnen und Wiener. Neben der Leopold-Ferstl-Gasse wird die innovative Leichtbauweise heuer auch in der Oberen Donaustraße im 2. Bezirk und in der Althanstraße im 9. Bezirk zum Einsatz kommen.