Wien

Freundin (25) stach Peiniger ins Herz

11.04.2015

Ein Beziehungsstreit endete mit einem Blutbad. Ist die mutmaßliche Täterin nur ein Opfer?

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© TZ ÖSTERREICH / privat
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Es war nicht der erste Polizeieinsatz wegen des Pärchens, das im ersten Stock eines Hauses in der Ziegelofengasse (Margareten) wohnte. Wie ÖSTERREICH herausfand, bestand sogar Betretungsverbot gegen Miroslav C. (39), der seine um 14 Jahre jüngere Freundin schon mehrmals verprügelt haben soll.

Trotzdem waren der bosnische Serbe und die Drogerieverkäuferin Bettina E. laut ihren Facebook-Profilen seit Donnerstag offiziell wieder ein Paar. Die bildhübsche Wienerin hatte dem zu Gewalt neigenden Ultranationalisten, der zwei Kinder mit einer anderen Frau haben soll und Hooligan von Partizan Belgrad war, noch eine Chance gegeben.

Verprügelt. Doch schon in der Nacht auf Samstag sollte Bettina das Liebes-Revival bitter bereuen. Wie sich die Ermittlungen der Polizei derzeit darstellen, dürfte er sie in der Wohnung attackiert und ihr mit Fäusten schwere Hämatome im Gesicht verpasst haben. Ob auch er sie mit einem Messer bedrohte, ist noch unklar.

Fest steht, dass das Prügelopfer mit einem Messer wie von Sinnen auf Miroslav C. einstach, den aus bis zu 15 Wunden blutenden im Bett liegen ließ und auf die Straße flüchtete. Passanten alarmierten die Polizei.

Der lebensgefährlich verletzte Mann kam ins UKH Meidling, die junge Frau ins AKH. Gegen ihn wird wegen Körperverletzung, gegen sie wegen Mordversuchs bzw. Notwehrexzesses ermittelt. Beide wurden festgenommen und befanden sich am Samstag unter Bewachung in Spitalsbehandlung.

(kor)

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