Kältewälle
Frostiger Jahresstart lässt Fernwärmebedarf steigen
23.01.2026Der Winter zeigt Wien gerade seine schärfsten Krallen, bringt eisige Minusgrade und damit einen sprunghaften Anstieg beim Wärmeverbrauch.
Der Frost packt Wien mit voller Wucht, die Heizungen laufen auf Hochtouren. Im Jänner ist der Verbrauch an Fernwärme um 13 Prozent höher als im gleichen Monat des Vorjahres. Die Kälte sorgt dafür, dass Wien Energie deutlich mehr Wärme produziert. Etwa 40 Prozent der Haushalte der Stadt sind an das Fernwärmenetz angeschlossen. Aktuell liegt die benötigte Heizleistung bei rund 1.900 Megawatt, wie der ORF berichtet. An einem normalen Wintertag sind es durchschnittlich etwa 1.600 Megawatt.
Der Grund für den sprunghaften Anstieg liegt in den Temperaturen. Der Jänner 2026 verläuft um 2,7 Grad kälter als jener des Vorjahres. Im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt beträgt die Abweichung sogar 3,5 Grad nach unten. Auch wenn die gesamte Heizsaison nicht ganz so kalt ausfällt, liegt die Wärmeerzeugung trotzdem rund fünf Prozent über dem Niveau des Winters 2024/25.
Versorgung ist sichergestellt
Die Technik hinter der Fernwärme ist auf solche Wetterlagen vorbereitet. Selbst bei noch tieferen Temperaturen bleibt die Versorgung sichergestellt. Ein Blick zurück macht das deutlich. Am 1. März 2018 wurden in den frühen Morgenstunden bei minus elf Grad über 2.400 Megawatt Heizleistung verbraucht. Dieser Wert bleibt bisher unerreicht, doch der aktuelle Winter bewegt sich in ähnliche Bereiche.
Wien bleibt in diesem Jänner eisig, doch die Wärmeversorgung funktioniert zuverlässig. Die Anlagen arbeiten konstant, die Haushalte bleiben beheizt. Auch wenn der Frost in der Stadt bleibt, kommt die Wärme sicher an.