Massive Gefährdung
Gefährlicher Gift-Mix: Fahnder sprengen illegale Shisha-Tabak-Fabriken
15.04.2026Eine behördenübergreifende Razzia in zwei Bezirken führte zur Entdeckung einer illegalen Tabakfabrik in einem Kellerbereich und verhinderte durch das Einschreiten einen Gasunfall.
Ein massiver Schlag gegen die kriminelle Tabakszene gelang den Wiener Behörden bei einer aktuellen Schwerpunktaktion in den Bezirken Ottakring und Rudolfsheim-Fünfhaus. Unter der Leitung der Gruppe Sofortmaßnahmen nahmen Beamte der Polizei sowie das Marktamt und vom Zoll mehrere Betriebe genau unter die Lupe. Was die Kontrolleure in den verwinkelten Kellerräumen entdeckten, übertraf die Erwartungen der Ermittler bei weitem und entpuppte sich als lebensgefährliche Entdeckung.
80 Kilo Tabak und professionelles Equipment
In zwei Lokalen stießen die Einsatzkräfte auf eine professionell aufgezogene Eigenherstellung von Wasserpfeifentabak. Die Bilanz der Durchsuchung fiel mit insgesamt 80 Kilogramm sichergestelltem Tabak beachtlich aus. Die Verdächtigen mischten die Ware direkt vor Ort mit großen Mengen an Molasse und verpackten sie mithilfe von Vakuumiergeräten für den illegalen Handel. Neben den illegalen Substanzen stellten die Beamten auch umfangreiches Verpackungsmaterial sicher, das auf einen schwunghaften Betrieb hindeutete.
Explosionsgefahr durch ausströmendes Gas
Besonders dramatisch gestaltete sich die Situation in einem der Kellerbereiche. Dort stießen die Fahnder auf zwei Propangasflaschen, die für den gefährlichen Herstellungsprozess manipuliert worden waren. Bei der Überprüfung machten die Beamten eine schockierende Feststellung, da die Ventile bereits geöffnet waren und brennbares Gas ungehindert austrat. Dieser Umstand stellte eine massive Bedrohung für die anwesenden Polizisten sowie für die Gäste im Lokal und alle Bewohner des gesamten Wohnhauses dar.
Scharfe Konsequenzen durch die Stadt
Neben den strafrechtlich relevanten Tabakfunden hagelte es bei der Razzia noch zahlreiche weitere Anzeigen. Die Kontrolleure deckten diverse Verstöße gegen die Gewerbeordnung auf und stießen zudem auf mehrere Fälle von illegaler Schwarzarbeit, die nun durch das AMS und den Zoll weiter verfolgt werden.
Walter Hillerer als Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen fand nach dem riskanten Einsatz deutliche Worte für das skrupellose Vorgehen der Betreiber. "Illegale Produktionsstätten in Kellern mit hochriskanten Manipulationen an Gasanlagen untergraben nicht nur den fairen Wettbewerb, sondern setzen vor allem Menschenleben aufs Spiel. Damit ist eine klare Grenze überschritten. Die Stadt Wien wird hier auch weiterhin einen Schwerpunkt setzen und mit voller Entschlossenheit durchgreifen."