Metin A. bekam lebenslang

Gekränkter Vater buchte Auftragskiller

29.01.2021

Ein despotischer Vater wollte den Ex-Mann seiner Tochter umbringen lassen.

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© TZOe MFellner
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Wien. Bei der Verhandlung am Freitag im Großen Schwurgerichtssaal wurden die Beteiligten eines gescheiterten Auftragsmords verurteilt. Ein gekränkter Vater (55) hatte wieder einen Mord in Auftrag gegeben, weil Versuch 1 gescheitert war.

Vorgeschichte. Der 55-jährige Türke Metin A. hatte für Sohn und Tochter Ehen arrangiert. Die Partner der beiden Kinder verliebten sich ineinander und beendeten ihre jeweiligen Beziehungen. Der 55-Jährige fühlte sich gedemütigt und wollte die Familienehre mit dem Mord am Ex-Schwiegersohn wiederherstellen. Er beauftragte über Mittelsmänner zwei Killer.

Killer 1 verdrosch den Ex-Schwiegersohn aber nur. Metin A. wurde deshalb zu 20 Jahren Haft verurteilt. Killer 1 wurde nie gefasst. Dann wurde bekannt, dass Metin A. über einen bosnischen Bauleiter (59, vertreten von Normann Hofstätter) und dessen Sohn mit einem zweiten Killer in Kontakt trat, der aber kalte Füße bekam und wieder abzog. Ein neuer Prozess startete.

Urteile. Diesmal verurteilten die Geschworenen Metin A. zu lebenslanger Haft wegen Bestimmung zum Mord. Bauleiter und Sohn fassten 6 und 4,5 Jahre Haft aus wegen versuchter Bestimmung zur absichtlichen schweren Körper­verletzung (Urteile nicht rechtskräftig – es gilt die Unschuldsvermutung).

(lae)

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