Drogenparty

Grazer erstickt beim Latex-Sex

05.03.2015

Grauenhaftes Ende eines wilden Sex-Spiels: Jetzt ermittelt auch die Mord-Kommission.

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© TZ ÖSTERREICH
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„Zu dem Vorfall ist es bereits am vergangenen Samstag gekommen“, sagt Fritz Grundnig von der Landespolizeidirektion Steiermark. Aber erst jetzt wurde der Unfall beim Sado-Maso-Sexspiel bekannt. Der Schauplatz des bizarren Todesfalls: Die Wohnung des Barmanns und Kochs Daniel F. (Name geändert) im Grazer Stadtteil Jakomini in der Nähe des Zentrums.

29-Jähriger lag leblos 
im gemeinsamen Bett
Alarm hatte der 25-jährige Freund des 29-jährigen Grazers geschlagen. Auch er arbeitet in der Gastronomie, war nach der Arbeit nach Hause gekommen. Der 25-Jährige gab an, seinen Lebensgefährten leblos im gemeinsamen Bett aufgefunden zu haben, bekleidet mit schwarzem Latex-Anzug.

Obduktion. Jede Hilfe für den lebenslustigen und attraktiven 29-Jährigen kam jedoch zu spät. Die anschließend durchgeführte Obduktion ergab: Der Tod war durch Ersticken eingetreten. Der Grazer war hilflos ums Leben gekommen.

Auf dem Nachtkästchen noch Spuren von Kokain
Ermittlungen. Ob nur der Latex-Anzug schuld am tragischen Ableben ist, ist nun Gegenstand von Erhebungen, bei denen auch die Mord-Kommission eingeschaltet wurde. So wurden am Nachtkästchen des Toten auch weiße Pulverspuren entdeckt, die auf einen Kokain-Missbrauch schließen lassen. Endgültige Klarheit soll hier ein chemisch-toxikologisches Gutachten bringen, das nun von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegeben wurde.

Warnungen. Die Hersteller von Latex-Kostümen warnen indes vor „erhöhter Erstickungsgefahr“: „Freies Atmen ist zu gewährleisten“. Man sollte sich in Hinblick auf „die Unbedenklichkeit der Benutzung vorher ärztlich untersuchen lassen“. Ein Rat, der zu spät kam.

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