Ausbau genehmigt

Hietzing uneins nach Entscheid zur Verbindungsbahn

23.01.2026

FPÖ, ÖVP und SPÖ haben am Freitag auf den am Vortag verkündeten Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts (BVwG) reagiert, dass der Ausbau der sogenannten Wiener Verbindungsbahn zulässig ist. Die Attraktivierung der Verbindung darf unter Auflagen errichtet werden.  

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© ÖBB/Feuchtenhofer Architekten
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Die FPÖ wünscht sich eine Anrufung des Verwaltungsgerichtshofs, die ÖVP begrüßte, dass rechtsverbindliche Auflagen zum Schutz der Anrainer erkämpft wurden. Die SPÖ sieht in dem Entscheid ein starkes Signal für den öffentlichen Verkehr in Hietzing.

"Beschwerden von Bürgerinitiativen und Anrainern wurden abgewiesen, eine ordentliche Revision am Verwaltungsgerichtshof bleibt jedoch offen“, so FPÖ-Hietzing Bezirksparteiobmann Georg Heinreichsberger. Er wünscht sich gemeinsam mit den Bürgerinitiativen und den im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht vertretenen Organisationen eine Anrufung des Verwaltungsgerichtshofs, damit der lange Weg durch Behörden und Gerichte sowie die mangelnde inhaltliche Debatte über die Qualität der Planung nicht beendet ist.

Bezirk durchschnitten

Die Bürgerinitiativen seien nicht grundsätzlich gegen einen leistungsfähigen Öffi-Ausbau, jedoch gegen die vorliegende Planung, die nach ihrer Ansicht nicht zeitgemäß, ökologische Zielsetzungen verfehlend und städtebaulich problematisch sei. Auch lokale Bezirksvertreter argumentierten in der Vergangenheit, dass der Bezirk durch die gegenwärtige Planung „technisch und optisch zerschnitten“ werde und alternative Trassenführungen oder Tieflegung nicht berücksichtigt wurden, hieß es in der Aussendung der FPÖ.

© ÖBB/Feuchtenhofer Architekten

Bezirksvorsteherin Johanna Zinkl (ÖVP) betont: "Das Urteil zeigt, wie wichtig der jahrelange Einsatz des Bezirks und der Bürgerinitiativen war." Diese Auflagen seien ein bedeutender Erfolg für Umwelt und Lebensqualität. Gleichzeitig zeigte sie sich enttäuscht darüber, dass trotz zahlreicher Einwendungen und klarer Stellungnahmen des Bezirks und der Bürgerinitiativen die Hochlage der Bahn und die Sperre zweier Bahnübergänge weiterhin im Raum stehen.

SPÖ begrüßt Urteil

"Die neuen Stationen bei der Hietzinger Hauptstraße und unter der Stranzenbergbrücke sind eine große Chance für die Hietzingerinnen und Hietzinger, auch Strecken innerhalb des Bezirks öffentlich zurücklegen zu können", so der stellvertretende Bezirksvorsteher Marcel Höckner (SPÖ). Laut SPÖ werden durch den Ausbau der Verbindungsbahn neue Nahversorgungsmöglichkeiten, zusätzliche Radabstellplätze sowie ein 15-Minuten-Takt geschaffen.

Zudem betonen Höckner und Klubvorsitzende Katharina Mayer-Egerer, wie wichtig begleitende Maßnahmen wie ein durchgehender Lärmschutz und ein eigener Rad- und Fußweg entlang der Strecke seien. Während der Bauphase brauche es umfassende Informationen für die Bevölkerung und eine klare Ansprechperson bei den ÖBB. 

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