Moderne Ausrüstung
Hightech-Offensive für Wiens Berufsfeuerwehr
11.05.2026Sicherheit zu Wasser und am Boden. Die Wiener Feuerwehr erhält für rund vier Millionen Euro neue Ausrüstung. Angeschafft werden ein neues Feuerlöschboot und ein ferngesteuerter Erkundungsroboter
High-Tech-Offensive für Wiens Lebensretter
Wien rüstet seine Berufsfeuerwehr auf, um die Sicherheit in der Millionenstadt auch in Zukunft zu garantieren. Die Stadt investiert in modernste Technik, die sowohl zu Wasser als auch am Boden für den Ernstfall bereitstehen soll. Im Zentrum dieser Beschaffungswelle stehen ein hochmodernes Feuerlöschboot und ein ferngesteuerter Erkundungsroboter.
"Wenn man Wien im Herzen trägt, dann ist es eine besondere Verantwortung, jene Organisation bestmöglich auszustatten, die wie kaum eine andere für Sicherheit, Stabilität und Verlässlichkeit in unserer Stadt steht“, erklärt Vizebürgermeisterin und Feuerwehrstadträtin Barbara Novak (SPÖ). Die Wiener Berufsfeuerwehr verdiene modernste Technik, die die Einsatzbereitschaft stärke. Es gehe darum, vorausschauend dort zu investieren, wo es um Menschenleben und Lebensqualität geht.
Kraftpaket für die Donau
Das neue Feuerlöschboot wird deutlich größer und leistungsfähiger als die bisherigen Modelle sein. Da die aktuellen Boote aus den Jahren 2008 und 2010 technisch überholt sind, steigen die Reparaturkosten und die Ersatzteilbeschaffung wird immer schwieriger. Mit einem Budget von rund 3,55 Millionen Euro wird nun ein Schiff angeschafft, das vor allem bei Großbränden auf der Donau oder im Ölhafen Lobau enorme Wassermengen bereitstellen kann.
Das neue Boot erfordert aufgrund seiner Dimensionen eine spezielle Ausbildung für die Schiffsführer der Berufsfeuerwehr. Es verfügt über eine wesentlich höhere Pumpenleistung und einen verbesserten Schutz gegen Explosionen. "Mit der modernen Ausrüstung des Löschbootes lassen sich in Verbindung mit schnellen Eingreifzeiten Gefahren für Menschen und Sachgüter reduzieren und der wirtschaftliche Schaden der Betroffenen minimieren", betont Branddirektor Mario Rauch.
Roboter übernimmt gefährliche Missionen
Neben der Verstärkung auf dem Wasser setzt Wien auf digitale Unterstützung am Boden. Ein neuer Erkundungsroboter für rund 450.000 Euro soll künftig dort eingesetzt werden, wo es für Menschen zu gefährlich wird. Das Gerät kann Stiegen steigen, schwere Türen öffnen und Proben entnehmen. Ausgestattet mit Wärmebild- und Nachtsichtkameras liefert er wichtige Informationen aus der Distanz, etwa bei Bränden mit Gasflaschen oder in einsturzgefährdeten Gebäuden.
"In Zeiten rasch fortschreitender Digitalisierung wollen wir moderne Technik gezielt dort einsetzen, wo wir einerseits damit noch rascher zum Einsatzerfolg kommen und andererseits dort, wo wir den risikoreichen Berufsalltag unserer Einsatzkräfte sicherer gestalten können“, erläutert Rauch. Der Roboter sei ein hervorragendes Beispiel für die Steigerung der Sicherheit des Personals bei gleichzeitiger Gefahreneinschätzung für die Bevölkerung.
Sicherheit rund um die Uhr
Die Berufsfeuerwehr Wien ist ein unverzichtbarer Pfeiler des städtischen Lebens. Mit 24 Feuerwachen, die permanent besetzt sind, wurden allein im vergangenen Jahr 2025 stolze 43.365 Einsätze absolviert. Das Spektrum reicht dabei von der Brandbekämpfung über die Tierrettung bis hin zum Umweltschutz. Die neuen Anschaffungen sollen diesen hohen Standard absichern.
"Ob im Kriseneinsatz, bei Großereignissen oder im Alltag soll unsere Berufsfeuerwehr ihrem Ruf als eine der modernsten und professionellsten Organisationen gerecht werden, nämlich im Wasser wie am Boden“, hält Novak abschließend fest. Die finanziellen Mittel für diese lebenswichtigen Werkzeuge wurden bereits im Gemeinderatsausschuss auf den Weg gebracht.