Indiviudalverkehr
Immer mehr Mädchen wollen Rennräder
15.03.2026Am Beginn der Radsaison zeigt sich in Wien derzeit ein Trend zu Rennrädern. Dagegen registrieren die Fachhändler einen starken Nachfragerückgang bei Lastenfahrrädern.
Grund für das sinkende Interesse für Lastenfahrräder ist wohl der Wegfall von Förderungen, sowohl des Bundes als auch der Stadt Wien. So registrierte auch Florian Weber, Geschäftsführer von „Heavy Pedals“ in Margareten, in „Wien heute“: „Wir haben die letzten Jahre durch die Förderungen und durch den Boom relativ viele Räder verkaufen können. Jetzt ist das Vertrauen ein bisschen gesunken und die Menschen geben das Geld nicht mehr so leicht aus.“
Der Preis für ein Lastenfahrrad liegt zwischen 4.000 und 8.000 Euro. Im Vorjahr wurden nur etwa halb so viele Räder verkauft wie im Jahr davor. Mit Leasing- und Finanzierungsmodellen hofft man, die Nachfrage wieder anzukurbeln.
Interesse für Rennräder bei immer mehr Mädchen
Aufschwung erlebt hingegen der Rennradbereich. Im „Bernhard Kohl Sporthandel“ des früheren Radprofis in Liesing zeigt sich, dass trotzdem auf den Preis geschaut wird. „Die Kunden schauen gezielt auf Preis-Leistung. Es gibt Modelle von 1.000 bis zu 15.000 Euro und wir merken, dass die Kunden schon genau vergleichen. Aber es wird immer mehr, speziell auch im Damenbereich. Immer mehr Mädchen starten mit dem Rennrad fahren und das motiviert wieder die Burschen“, so Bernhard Kohl in „Wien heute“.
Besonders nachgefragt werden Gravelbikes, die Mischung aus Rennrad und Mountainbike mit breiteren Reifen auch für die Stadt. „Beim Gravel Bike hat man einen wesentlich breiteren Reifen, auch mit einem Profil. Man kann hier auf jedem Schotterweg, jedem Radweg fahren, auch einmal über die Gehsteig Kante runter“, meinte Kohl. Auch E-Bikes bleiben beliebt – besonders Modelle, bei denen der Antrieb nicht gleich sichtbar ist.