Eröffnung am 2. Mai
Gänsehäufel-"Fastlane" und mehr: Wiener Bäder starten in Saison
22.04.2026Am 2. Mai erfolgt der offizielle Saisonstart für Wiens Freibäder. Höhere Eintrittspreise und ein Testbetrieb für verlängerte Öffnungszeiten sind nicht die einzigen nennenswerten Neuerungen.
Die Wiener Freibäder starten mit einer Reihe von Neuerungen in die am 2. Mai beginnende heurige Saison. So findet sich eine Monatskarte im Angebot. Auch das Online-Ticketing wird ausgeweitet. Zudem steht im beliebten Strandbad Gänsehäufel erstmals eine "Fastlane" zur Verfügung. Ein Testbetrieb für verlängerte Öffnungszeiten wurde am Mittwoch von Bäderstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) ebenfalls verkündet.
Rund 500 Bedienstete der städtischen Badeanstalten haben in den vergangenen Wochen laut dem Ressortchef daran gearbeitet, die Anlagen fit für die Sommersaison zu machen. In Wien gibt es zehn städtische Freibäder, neun Kombi- und elf Familienbäder. 900.000 Quadratmeter Fläche und 73 Schwimmbecken samt Nebeneinrichtungen wurden überprüft und auf Vordermann gebracht.
Check-in im Gänsehäufel
Dass der Sprung ins kühle Nass heuer teurer geworden ist, ist bereits bekannt. Denn schon seit Anfang des Jahres gelten neue, höhere Tarife. Auch Einschränkungen etwa bei den Saunabädern wurden bereits kommuniziert. Sie sind in den Sommermonaten geschlossen.
Mit Beginn der Freibadsaison können nun Monatskarten erworben werden. Eine solche gab es bis zur Einstellung vor einigen Jahren in vergleichbarer Form schon. Die neue Monatskarte kann man an jedem beliebigen Tag kaufen. Sie ist 30 Tage gültig und kostet 48,60 Euro.
Weiters sind Online-Tickets für Freibad und Schwimmhalle ab sofort sieben Tage im Voraus erhältlich. Eine weitere Verkürzung der Wartezeit an den Badekassen wird dadurch erwartet, wurde betont. Im Gänsehäufel wird sogar ein eigener Zutritt mit elektronischem Check-in für Menschen mit Dauer- oder Onlinekarten eingerichtet. Das soll einen noch schnelleren Eintritt ermöglichen. Die Inbetriebnahme der Fastlane erfolgt Anfang Juni.
Strandbad Alte Donau eine Stunde länger offen
Heuer werden laut Czernohorszky auch erstmals verlängerte Öffnungszeiten im Freibad getestet. Von 20. Juni bis 2. August erfolgt im Strandbad Alte Donau bei Schönwetter der Badeschluss erst eine Stunde später, also um 20.30 Uhr. Der Kassenschluss wird ebenfalls um eine Stunde verlängert. Dem Testbetrieb folgt eine Evaluierung, die als Grundlage für weitere Überlegungen zur Ausdehnung der Öffnungszeiten dienen wird, teilte man mit.
Verwiesen wurde auch auf laufende Bauprogramme. Nach Fertigstellung der Trainingshallen im Simmeringer Bad und im Großfeldsiedlungsbad wurde im Herbst 2025 mit dem Bau einer Schwimmhalle im Höpflerbad begonnen. Im heurigen Sommer startet die Sanierung des Bezirkshallenbades in Hietzing.
Leitfaden zu Umgang mit Belästigungen
Entworfen wurde weiters ein "Code of Conduct". Dabei handelt es sich um einen gemeinsam mit dem Frauenservice entworfenen Leitfaden. Formuliert wurden unter anderem klare Abläufe zur Meldung und Bearbeitung von Belästigungsfällen.
"Während vielen Bädern in anderen österreichischen Gemeinden das Wasser buchstäblich bis zum Hals steht, garantieren wir in Wien trotz angespannter Budgetlage auch 2026 den Betrieb aller städtischen Standorte", beteuerte Czernohorszky. Möglich sei dies dank "gut durchdachter" Maßnahmen, zeigte er sich überzeugt.