Wien atmet auf
Messwerte zeigen Rückgang bei Luftschadstoffen im Stadtgebiet
02.01.2026Die erste vorläufige Bilanz des gesamten vergangenen Jahres durch das Wiener Luftmessnetz zeigt, dass die Wiener Luftqualität 2025 wieder das sehr gute Niveau der letzten Jahre erreicht hat.
In Summe war 2025 eines der besten Jahre in der Geschichte der Wiener Luftqualität. Die Vorgaben für Feinstaub und Stickstoffdioxid wurden an allen Stationen eingehalten. Die gemessenen Konzentrationen lagen teils deutlich unter den erlaubten Höchstwerten.
Trotz eines schwierigen ersten Quartals mit ungünstiger Wetterlage blieb die Belastung im Jahresverlauf niedrig. Nur an einem einzigen Tag wurde der PM10-Wert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter überschritten. An neun von dreizehn Feinstaubmessstellen trat keine einzige Überschreitung auf. Erlaubt wären höchstens 25 Tage mit Werten über diesem Schwellenwert.
Die Jahresmittelwerte für PM10 lagen zwischen 13 und 16 Mikrogramm pro Kubikmeter. Selbst am verkehrsnahen Standort Neubaugürtel wurden nur 17 Mikrogramm gemessen. Der festgelegte Richtwert liegt bei 40 Mikrogramm.
NO2-Belastung so niedrig wie nie
Auch die Stickstoffdioxid-Werte zeigen eine positive Entwicklung. An allen 16 regulären Messstellen sowie am Sonderstandort Neubaugürtel blieben die NO2-Konzentrationen unter dem geltenden Grenzwert. An fast allen Stationen wurden die niedrigsten Werte seit Beginn der Messungen aufgezeichnet.
Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) sieht die Stadt auf einem nachhaltigen Kurs. "Die Wiener Luftqualität ist inzwischen konstant bei weitem besser als noch zur Jahrtausendwende", sagte er. In den vergangenen 15 Jahren habe man in der Luftreinhaltung enorm viel erreicht, weil auf europäischer, bundesweiter und städtischer Ebene konkrete Maßnahmen gesetzt wurden. Als Ziel nannte er eine CO2-neutrale Stadt bis 2040, verbunden mit weiter steigender Luftqualität.
Verkehrspolitik, Radwege und Gebäudesanierung
Zu den laufenden Maßnahmen zählen der Ausbau des öffentlichen Verkehrs, die Parkraumbewirtschaftung, neue Radwege, der Einsatz emissionsarmer Fahrzeuge, die Förderung der E-Mobilität und eine fußgängerfreundliche Stadtplanung. Auch thermische Gebäudesanierungen senken die Belastung.