Nach einem Monat
Mittel ausgeschöpft - Mega-Ansturm auf Reparaturbon
19.05.2026Die heurige Wiener Reparaturbon-Förderung war wieder ein Erfolg - die zur Verfügung gestellten Mittel sind bereits ausgeschöpft.
Das ging blitzschnell. Wer darauf gehofft hat, sich die Reparatur vom kaputten Fahrrad oder den Lieblingsschuhen noch schnell von der Stadt Wien fördern zu lassen, schaut ab sofort durch die Finger. Das aktuelle Förderkontingent für den beliebten Wiener Reparaturbon ist komplett ausgeschöpft. Auf der Homepage der Stadt geht nichts mehr, es können keine neuen Bons mehr heruntergeladen werden.
Wer allerdings schon im Vorfeld einen Bon ergattert hat, kann aufatmen. Diese bereits bezogenen Gutscheine bleiben bis zu dem Datum gültig, das direkt auf dem Bon aufgedruckt ist, und können weiterhin bei den Partnerbetrieben eingelöst werden.
Riesiger Gewinn fürs Geldbörsel
Der Andrang in den vergangenen Wochen war enorm. Das liegt auch daran, dass die Stadt Wien heuer eine entscheidende Änderung vorgenommen hat. Weil der Bund die Reparatur von Fahrrädern nicht mehr unterstützt, sprang die Stadt ein und nahm die Drahtesel kurzerhand wieder in das Förderprogramm auf.
Gefördert wurden wie gewohnt bis zu 50 Prozent der Bruttoreparaturkosten, maximal gab es 100 Euro bar aufs Auge. Wenn sich eine Reparatur gar nicht mehr auszahlte, übernahm der Bon zumindest die Kosten für den Kostenvoranschlag bis zu 55 Euro. Insgesamt nimmt die Stadt Wien für die Aktion bis zum Jahr 2027 rund 1,2 Millionen Euro in die Hand.
"Dieser Run auf unsere Unterstützung von Reparaturen beweist wieder, wie wichtig den Wienerinnen und Wienern Kreislaufwirtschaft im Alltag ist“, bilanziert Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) stolz. Für den Politiker ist die Aktion ohnehin eine Herzensangelegenheit, da Reparaturen nicht nur liebgewonnene Gegenstände retten, sondern auch einen aktiven Beitrag zum Schutz unseres Klimas leisten.
Die nackten Zahlen geben ihm recht, denn seit dem Start des Förderprogramms im Herbst 2020 wurden in Wien sage und schreibe 59.845 Gegenstände wieder instand gesetzt. Das sparte der Umwelt bis jetzt 3.379 Tonnen CO2 ein, was umgerechnet einer Waldfläche von etwa 259 Hektar entspricht.
Über 150 Betriebe helfen weiter
Auch wenn die Gratis-Gutscheine für dieses Mal weg sind, muss der kaputte Küchentisch oder die alte Gitarre nicht gleich im Müll landen. Das Wiener Reparaturnetzwerk steht weiterhin Gewehr bei Fuß. In ganz Wien warten über 150 hochmotivierte Qualitätsbetriebe darauf, alten Dingen neues Leben einzuhauchen.