Eifersuchts-Drama

Mord in Berlin: Wiener Student in Haft

06.07.2014

Jusstudent soll am Mittwoch in Berlin einen 26-Jährigen erstochen haben.

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© TZ ÖSTERREICH/ Lisi Niesner
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Nach einem Mord in Berlin ist am Samstagabend ein dringend tatverdächtiger 24-Jähriger in Wien-Floridsdorf festgenommen worden. Der Wiener soll am vergangenen Mittwochvormittag in einem Stiegenhaus in der deutschen Hauptstadt aus Eifersucht den neuen Freund einer 28-jährigen Deutschen niedergestochen haben. Das 26-jährige Opfer erlag noch am Tatort seinen Verletzungen. Der Wiener ist in Haft.

Der Verdächtige wollte in einer ersten Einvernahme zum Tatvorwurf selbst "zum derzeitigen Zeitpunkt nichts sagen", sagte der Wiener Polizeisprecher Thomas Keiblinger der APA. Der Jusstudent gab demnach lediglich zu, in Berlin gewesen zu sein.

Polizei und Staatsanwaltschaft in Berlin hatten zuvor in einer gemeinsamen Presseerklärung mitgeteilt, der unter Mordverdacht stehende Wiener habe nach seiner Festnahme "in Teilen die Tat gestanden". Er sollte demnach noch am Sonntag in Wien einem Haftrichter vorgeführt werden. Die deutschen Behörden dürften die Auslieferung des 24-Jährigen beantragen. Bei der Staatsanwaltschaft Wien wurde vorerst die Verhängung der Untersuchungshaft beantragt, bestätigte Behördensprecherin Nina Bussek.

Zu der Bluttat war es am Mittwoch um 10.00 Uhr im Stiegenhaus eines Wohnhauses in der Stresemannstraße im Stadtteil Kreuzberg gekommen. Wie die Berliner Strafverfolgungsbehörden bekannt gaben, soll sich der 24-Jährige unverzüglich nach Österreich abgesetzt haben, nachdem er dem Deutschen mehrere Messerstiche verpasst hatte.

Auf Wiener Nordbrücke festgenommen
Den Berliner Ermittlern zufolge soll der Getötete der neue Freund einer Mieterin in dem betreffenden Hochhaus gewesen sein, mit welcher der junge Wiener zuvor eine Zeit lang eine Fernbeziehung geführt hatte. Dass diese zu Ende ging und die 28-Jährige einen neuen Partner fand, dürfte der 24-Jährige nicht verkraftet haben. Auch die Polizei in Wien sprach von einer "Eifersuchtstat".

Der 24-Jährige wurde von der deutschen Polizei per europaweitem Haftbefehl gesucht. Beamten des Wiener Landeskriminalamtes nahmen den Jusstudenten am Samstag gegen 23.00 Uhr in einer Straßenbahngarnitur der Linie 26 auf der Nordbrücke im Bezirk Floridsdorf fest. Intensive Ermittlungen der Vierten Mordkommission des Landeskriminalamtes Berlin und der Berliner Staatsanwaltschaft hatten in enger Zusammenarbeit mit der Wiener Mordkommission auf die Spur des Wieners geführt.

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