Zeitgeschichte
Nachlass Star-Fotografin de Grancy nach Wien
30.01.2026Teile des Nachlasses der österreichischen Fotografin Christine de Grancy gehen an das Theatermuseum und das Weltmuseum. Das Theatermuseum würdigte ihre Arbeiten für das Theater 2022 mit einer Ausstellung.
In der Schau "Sturm und Spiel“ zeigte das Museum die Arbeiten der lange in Vergessenheit geratenen Fotografin. Nun kann sich das Haus gemeinsam mit der Schwesterinstitution Weltmuseum über eine Schenkung der De-Grancy-Erben freuen. Diese gaben einen Teilnachlass der österreichischen Fotokünstlerin, die im Vorjahr verstarb, an die Sammlungen der beiden Häuser, die zum KHM-Museumsverband gehören.
Kameras, Abzüge und Fachbücher
Im Weltmuseum finden sich nun rund 45.000 Abzüge, Negative und Kontaktprints sowie Farbdias, in denen de Grancy politische Umbrüche und soziale Veränderungen, nicht zuletzt im globalen Süden, dokumentierte. Zur Schenkung gehören auch Kameras, gesammelte Zeitungsausschnitte sowie ein Teil der Fachbibliothek der Künstlerin. „Mit der Aufnahme des Nachlasses von Christine de Grancy wird das Weltmuseum Wien ein bewusstes Zeichen für die Sichtbarmachung weiblicher Positionen in der Fotografiegeschichte setzen“, freute sich Weltmuseumsdirektorin Claudia Banz in einer Aussendung.
De Grancys Nachlass mit Arbeiten für die Theaterwelt ging hingegen in die Fotosammlung des Theatermuseums im Palais Lobkowitz. Hierbei handelt es sich um rund 10.000 Fotografien von primär Wiener Theaterproduktionen und Gastspielen oder Künstlerporträts.