Kein Ende in Sicht

2 Jahre Sanierungs-Chaos in Liesinger Gemeindebau

24.03.2026

Gerüste an der Fassade, gesperrte Balkone und offene Kabel am Gang - seit zwei Jahren Alltag im Gemeindebau in der Putzendoplergasse. Weil die Arbeiten nur schleppend voranschreiten, fühlen sich die Bewohner zunehmend im Stich gelassen. 

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Seit zwei Jahren ist der Gemeindebau in der Putzendoplergasse in Liesing eine Dauerbaustelle - ohne ein Ende in Sicht. Für die Bewohner wird die Situation mehr und mehr zur Belastungsprobe. Statt einer Verbesserung erleben sie lediglich bauliche Einschränkungen.  

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Besonders hart trifft das die älteren Menschen im Haus. Sie klagen über das Dauergerüst an der Fassade und Kabelsalate auf den Gängen. Jüngst sei sogar die Gegensprechanlage ausgefallen, wie eine aufgebrachte Bewohnerin dem ORF mitteilte, der jüngst über die Zustände vor Ort berichtete. Auch die Balkone, für viele ein wichtiger Rückzugsort, seien gesperrt und somit unbenutzbar. 

Neue Schäden bremsen Bauarbeiten

Laut Wiener Wohnen wurden während der Sanierung zusätzliche, zuvor nicht erkennbare Schäden an Fassade und Dach entdeckt. Das zwingt nun zu einer Neu-Ausschreibung der Arbeiten - weitere Verzögerungen sind damit vorprogrammiert.

Für die Bewohner in Liesing bedeutet das vor allem eines: Geduld. Ursprünglich für 2027 anberaumt, kann ein Abschluss der Arbeiten frühestens im Sommer 2028 erwartet werden.