Klimawandel

400.000 Liter Wasser täglich: Stadtgärten retten Wiens Bäume vor dem Vertrocknen

03.05.2026

In Wien läuft derzeit ein Wettlauf gegen die Trockenheit, und die Stadtgärten stemmen täglich eine Mammutaufgabe. 

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Die anhaltende Trockenheit setzt den Bäumen im Wiener Stadtgebiet stark zu. Um sie vor dem Vertrocknen zu retten, sind die Stadtgärten jeden Tag mit rund 50 Tankfahrzeugen unterwegs. Über den Tag verteilt werden 400.000 Liter Wasser ausgefahren, auch am Wochenende. Zusätzlich sind 1.000 automatische Bewässerungsanlagen im Dauereinsatz, um die hiesigen Grünflächen am Leben zu halten.

Schon vor 20 Jahren begann man damit, sich auf den Klimawandel einzustellen. Und das zahlt sich aus: Die Stadt setzt heute auf besonders robuste Baumarten wie Feldahorn oder Zügelbaum, die Hitze und Trockenheit besser wegstecken. Nur an historischen Orten wie der Prater Hauptallee bleibt man traditionellerweise bei den Kastanien. Doch das bedeutet viel Pflege. Gleichzeitig werden herkömmliche Rasenflächen immer öfter durch Blumenwiesen ersetzt, weil diese weniger Wasser brauchen und auch besser blühen, wenn der Boden trocken ist.

Aktuell umfasst Wiens widerstandsfähiges Baumsortiment 25 Arten und Sorten. Hinzu kommen etliche Stauden, Gräser und neue Pflanzschemata, die günstiger in der Pflege sind - niedrige Gehölze sollen künftig fast das ganze Jahr über Farbe bringen. Für die kommenden Jahrzehnte will Wien insgesamt deutlich grüner werden, gelten Bäume doch als die effektivsten "Kühler" im öffentlichen Raum schlechthin.