Wiens Ferienprogramm

Anmelde-Start mit Hürden: Summer City Camps verringern Angebot

19.03.2026

Am heutigen Donnerstag startet die erste Anmeldephase für die Summer City Camps - und damit das Rennen um die begehrten Wiener Ferienplätze. Mit 9. April erfolgt dann die Online-Registrierung für alle Schüler von sechs bis zwölf Jahren.

Zur Vollversion des Artikels
© Getty Images
Zur Vollversion des Artikels

Die Summer City Camps stellen in diesem Jahr rund 33.300 Plätze an 34 Standorten zur Verfügung, das sind um 1.200 weniger als im Vorjahr. Der städtische Anbieter hat das Angebot neu organisiert, nachdem zuletzt einige Standorte nicht ausgelastet waren, während andere regelrecht überrannt wurden. 2025 nahmen mehr als 10.800 Schüler an dem beliebten Ferienprogramm teil.

Die Camps richten sich an Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren, bei erhöhtem Betreuungsbedarf auch bis 14 Jahre. Von 6. Juli bis 4. September sorgen rund 1.500 Betreuer für ein hochklassiges Programm inklusive Betreuung.

Programmangebot

  • Freizeitprogramm für Kinder von 6 bis 12 Jahren
  • Freizeitprogramm für Kinder mit erhöhtem Betreuungsbedarf inklusive von 6 bis 12 Jahren sowie in Kleingruppen von 6 bis 14 Jahren
  • Schwimmlernkurse für Anfänger und leicht Fortgeschrittene
  • Fahrradkurse für Kinder von 8 bis 11 Jahren
  • Ausflüge in die Natur, Kulturerlebnisse, Workshops zu Kreativität, Naturwissenschaft, Technik 

Anmeldung sorgt für Kritik

Die Anmeldung erfolgt gestaffelt: Zuerst (ab heute) dürfen Kinder aus ganztägigen Volksschulen Plätze buchen, erst später (ab 9. April) dann alle übrigen. Dass Familien mit Hortplätzen später zum Zug kommen, sorgt wenig überraschend für Unmut. Nicht zuletzt, weil diese Angebote oft teurer sind und weniger Freizeitprogramm bieten.

Auch die angekündigte Reduktion der Plätze in den Summer City Camps sorgt für scharfe Kritik, etwa bei den Grünen Wien. "Gerade berufstätige Eltern und Alleinerziehende sind auf verlässliche und leistbare Ferienbetreuung angewiesen", erklärt Bildungssprecherin Julia Malle.

Ihr Parteikollege Felix Stadler ergänzt: "Wer keinen Platz bekommt, steht oft vor einem echten Problem. Private Ferienbetreuung kostet mehrere hundert Euro pro Woche – das können sich viele Familien schlicht nicht leisten. Leidtragende sind Kinder aus einkommensschwächeren Haushalten, die dann von wichtigen Bildungs- und Freizeitangeboten ausgeschlossen werden."