Stadtentwicklung
APA-Tower: Fassade mit größtem Wandgemälde Österreichs
29.03.2026Endlich kommt Bewegung ins vergessene Döblinger Areal rund um den ehemaligen APA-Turm. Das groß angelegte Projekt soll ein lebendiges neues Viertel im Nordwesten der Bundeshauptstadt hervorbringen.
21 Jahre lang lag das Gebiet in der Gunoldstraße im Dornröschenschlaf. Nun erwecken die Stadt Wien, die BUWOG und die Streetart-Initiative Calle Libre das Viertel zu neuem Leben. Den Auftakt zum Großprojekt soll ein riesiges Wandgemälde am ehemaligen APA-Hochhaus machen - 52 Meter hoch auf rund 1.100 Quadratmetern. Damit wird es das größte Mural in ganz Österreich! Die künstlerische Verantwortung wurde dafür dem spanischen Künstler Okuda San Miguel übertragen, dessen bunte Formen gemeinhin für Vielfalt und Offenheit stehen. Die Arbeiten sollen gut drei Wochen andauern.
Eröffnet wird die bunte Komposition am 7. Mai mit einem großen "Bürger*innen-Beteiligungsevent". Besucher können das Areal erkunden, mit Experten sprechen und sogar eigene Ideen einbringen. Damit erfolgt auch der offizielle Startschuss für die Neugestaltung des 2,5 Hektar großen Gebiets im Quartier Muthgasse. Geplant ist ein hochmoderner Stadtteil, der die Bereiche Wohnen und Arbeiten miteinander verbindet. Herzstück soll ein urbaner Platz mit viel Grün werden als neuer Treffpunkt im Bezirk.
"Wir befinden uns auf einem Gelände, das schon über zwei Jahrzehnte vor sich hinschlummert. Dieser Leerstand begleitet mich fast mein ganzes Stadträtinnen-Dasein, umso mehr freue ich mich, dass jetzt endlich Bewegung in die Sache und ins Grätzl kommt. Wir wollen attraktiven Wohnraum, Arbeitsplätze und natürlich Grün- und Erholungsflächen schaffen. Eng verbunden mit dem Planungsprozess starten wir ein Bürger*innenbeteiligungsverfahren, bei dem Interessierte ihre Ideen und Vorschläge direkt vor Ort im coolen Ambiente des neuen Kunstobjektes einbringen können", sagt Planungsstadträtin Ulli Sima.
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"Als Bauträger ist es uns eine große Ehre, an diesem prägenden Stadtentwicklungsgebiet maßgeblich beteiligt zu sein-in nicht allzu ferner Zukunft werden hier zahlreiche neue Wohnungen und Arbeitsplätze entstehen. Darüber hinaus versteht sich die BUWOG seit jeher als Förderin von Kunst und Kultur, deshalb freuen wir uns sehr, hier am Standort Heiligenstadt gemeinsam mit der Stadt Wien und Calle Libre einem Künstler und zugleich gesellschaftlich relevanten Themen eine Plattform zu geben", so Andreas Holler, Geschäftsführer der BUWOG. "Damit gelingt es uns einmal mehr, Kunst der Öffentlichkeit frei zugänglich zu machen – und das in diesem Fall sogar von weithin sichtbar."
"Jedes Mal, wenn ich in den letzten Jahren am alten APA-Turm vorbeigefahren bin, hat es mir als Architektin fast ein bisschen im Herzen wehgetan: So viel ungenutzter Platz, so viel grauer Beton im Dornröschenschlaf. Umso mehr freue ich mich, dass wir diesen ‚Elefanten im Raum‘ jetzt endlich ansprechen und angehen. Dass der Startschuss ausgerechnet mit Street Art fällt, ist für mich ein echtes Highlight. Es zeigt, dass Stadtentwicklung nicht trocken sein muss, sondern laut, bunt und voller Haltung sein darf. Wenn ich mir vorstelle, dass hier bald Menschen wohnen, im Grünen sitzen und an einem Ort arbeiten, der lange nur eine leere Hülle war, dann ist das genau das Wien, das ich so liebe: Eine Stadt, die ihre Geschichte nutzt, um mutig Neues zu schaffen", sagt NEOS-Planungssprecherin Selma Arapović.
"Das Projekt signalisiert einen Aufbruch im Stadtquartier. Als Bezirksvorsteher von Döbling ist es mir besonders wichtig, dass Wohnraum sowie auch Grün- und Erholungsflächen für die Bewohner*innen in Döbling so attraktiv wie möglich gestaltet werden. Wir werden die weiteren Planungsschritte selbstverständlich begleiten und dem Quartier neues Leben einhauchen", so Daniel Resch, Bezirksvorsteher Döbling.