Wiener Rathaus

Inklusion in Gefahr: Grüne legen 5-Punkte-Plan vor

04.05.2026

Bei den Wiener Grünen wächst die Sorge, dass Menschen mit Behinderung durch neue Kürzungen immer stärker an den Rand gedrängt werden. 

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© Die Grünen – Grüne Alternative Wien​
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Bei einer Pressekonferenz im Wiener Rathaus stellte die nicht amtsführende Stadträtin Judith Pühringer (Grüne) ein Fünf-Punkte-Paket vor, das der Stadtregierung als Anstoß dienen soll. Anlass war der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, der am morgigen Dienstag begangen wird. Laut den Grünen drohen Einschnitte bei Jobprogrammen, persönlicher Assistenz, Wohnangeboten und im Bildungsbereich - allesamt Bereiche, die für ein selbstbestimmtes Leben entscheidend sind.

Besonders heikel sei die Lage am Arbeitsmarkt. Die Grünen warnen, dass weniger Geld für Qualifizierung und Begleitung Betroffene direkt aus dem Berufsleben drängen würde. Auch die persönliche Assistenz steht im Fokus: Sie ermöglicht vielen erst, überhaupt arbeiten zu können. Doch während Assistenzstunden bis zu 44 Euro kosten, übernimmt die Stadt laut Grünen nur rund 24 Euro - eine Lücke, die Betroffene kaum stemmen können. Dazu kommen Forderungen nach besseren Schutzkonzepten gegen Gewalt, barrierefreien Meldesystemen und sexualpädagogischen Angeboten in Einrichtungen.

"Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten muss die Stadtregierung besonders auf Menschen mit Behinderung achten. Echte Inklusion bringt allen Menschen in Wien etwas", meinte Pühringer. Konkret fordern die Wiener Grünen mehr inklusive Lehrstellen und Jobs in städtischen Betrieben, mehr barrierefreie Wohnungen und einen Ausbau inklusiver Kindergartenplätze. Auch die Schulen sollen vollständig barrierefrei werden, die Trennung durch Sonderschulen soll indessen beendet werden.