Testlauf

KI statt Papierflut: Rechnungshof will Prüfungen modernisieren

12.04.2026

Der Wiener Stadtrechnungshof testet derzeit den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, um Prüfungen künftig schneller und effizienter abwickeln zu können. 

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Die Stadt Wien befindet sich im digitalen Umbruch, wovon auch der Stadtrechnungshof nicht ausgenommen ist. Aktuell testet dieser den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, wobei das Ziel ist, Prüfungen schneller, effizienter und einfacher zu machen - allen voran bei der mühsamen Auswertung großer Datenmengen.

Derzeit arbeiten mehrere Prüfer gleichzeitig an einem Fall. Geprüft werden Magistratsabteilungen, Beteiligungen der Stadt Wien sowie Parteienförderungen. Welche Bereiche überhaupt geprüft werden, entscheidet der Rechnungshof selbst nach einem klaren Prinzip: Je höher das Risiko möglicher Missstände, desto genauer wird hingeschaut. 

So entstehen rund 100 Prüfberichte im Jahr, im Zuge derer konkrete Empfehlungen ausgesprochen werden. Viele davon werden umgesetzt, gesetzlich verpflichtet ist man dazu aber nicht. Denn: Sanktionen kann der Stadtrechnungshof nicht verhängen. Die größte Wirkung entsteht durch Öffentlichkeitsmachung: Werden Missstände publik, so steigt der Druck auf die betroffenen Stellen nämlich von allein.