Schlagabtausch
Nach Mobbing-Vorwurf: Ambras-Chefin kontert KHM-Spitze
27.03.2026Die Fronten sind verhärtet, der Ton wird rauer. Im Streit rund um die Mobbing-Vorwürfe das Kunsthistorische Museum betreffend legt Schloss-Ambras-Direktorin Veronika Sandbichler nach und geht erneut in die Offensive.
Nachdem KHM-Generaldirektor Jonathan Fine die Kritik an seiner Person öffentlich zurückgewiesen und seinerseits mangelnde Initiative in Innsbruck ortete, kontert Veronika Sandbichler, Chefin von Schloss Ambras, nun frontal.
"Seit März 2025 habe ich gemeinsam mit meinem Team umfassende inhaltliche, strategische und strukturelle Konzepte sowie konkrete Maßnahmenvorschläge erarbeitet und der Geschäftsführung in zahlreichen Meetings präsentiert", wehrt sie sich in einer Aussendung gegen den Vorwurf mangelnden Veränderungswillens. "Substantielle Rückmeldungen oder Entscheidungen dazu blieben aus; ebenso eine ernsthafte Bereitschaft zu einer weiterführenden konstruktiven Diskussion."
Auch bei den Besucherzahlen widerspricht die Direktorin. Der Rückgang sei deutlich geringer als dargestellt, ein Vergleich mit Wien sei ohnehin unzulässig. Während die Bundeshauptstadt vom Massentourismus profitiere, seien die Bedingungen in Innsbruck völlig anders. Besonders brisant: Ihren angekündigten Abgang bezeichnet Sandbichler nicht als freiwillig. Eine Selbstkündigung sei kein Thema - nicht zuletzt, um ihre Abfertigungsansprüche nicht zu verlieren.