Gemeinderatssitzung
Volkspartei fordert Sonntagsöffnung in Wien
18.03.2026Die Wiener Volkspartei formulierte am heutigen Mittwoch in einer Pressekonferenz klare Forderungen sowohl an die künftige Wohnbau-und Frauenstadträtin als auch an die Vizebürgermeisterin.
Die Wiener Volkspartei verschärft kurz vor der Gemeinderatssitzung im Rathaus ihren Ton. Am 25. März nämlich sollen Elke Hanel-Torsch zur Wohnbaustadträtin sowie Barbara Novak (beide SPÖ) zur Vizebürgermeisterin gewählt werden. Die Türkisen knüpfen die bevorstehende Personalentscheidung an klare Forderungen - und sieht die Stadt vor großen Baustellen.
Für Landesparteiobmann Markus Figl ist klar: Ein bloßer Austausch von Personen reicht nicht. Er ortet wirtschaftliche Schwäche, steigende Schulden und fehlende Reformen. Wien brauche eine Politik, die Betriebe entlastet, Eigentum stärkt und den Standort wieder wettbewerbsfähig macht. Konkret bringt die Partei die Sonntagsöffnung in klar definierten Tourismuszonen ins Spiel - als ersten Praxistest rund um den Eurovision Song Contest. Mit diesem Ruf nach geöffneten Geschäften zu Christi Himmelfahrt am 14. Mai und am darauffolgenden Sonntag, den 17. Mai, wiederholt man eine langjährige Forderung.
"Wien braucht keine Personalrochaden ohne Richtung, sondern endlich politischen Gestaltungswillen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten erwarten sich die Wienerinnen und Wiener Antworten von SPÖ und Neos", so der Wiener VP-Chef.
Wohnbau und Frauenpolitik im Fokus
Im Wohnbau fordert die VP eine stärkere Förderung von Eigentum durch Miet-Kauf-Modelle, niedrigere Betriebskosten im Gemeindebau und die vollständige Ausschöpfung der Wohnbaumilliarde. Auch strengere Kriterien wie Deutschkenntnisse (Niveau B1) für Gemeindewohnungen fordere man ein.
Gleichzeitig verlangt die Partei mehr Sicherheit für Frauen: von Nachtkonzepten über stärkere Gewaltprävention bis hin zu einem jährlichen Sicherheitsbericht und Ausbau der Frauenhäuser.
"Eine Stadt ist nur dann wirklich lebenswert, wenn Frauen sich in ihr sicher fühlen, wenn Schutzangebote funktionieren und wenn Alltag, Familie und Beruf besser miteinander vereinbar werden. Genau daran werden wir die neue Stadträtin in der Frauenpolitik messen", erklärt Frauensprecherin Gemeinderätin Sabine Keri.