Klimafitte Stadt
Wien testet neue Asphaltmischungen gegen Sommerhitze
07.04.2025Das Pilotprojekt im 23. Bezirk soll neue Wege im Kampf gegen Hitzeinseln aufzeigen.
Wien wappnet sich zunehmend für den Kampf gegen sogenannte Hitzeinseln. Gemeint sind sich rasch aufheizende Asphaltflächen im städtischen Gebiet. Nun soll ein Pilotprojekt im 23. Bezirk für innovative Lösungen sorgen: Vier verschiedene Asphaltmischungen, darunter wasserdurchlässige "Cool Pavements", werden auf einem 80 Meter langen Abschnitt des Liesingbachradwegs getestet. Ziel ist es, die Temperaturentwicklung zu senken und gleichzeitig den Asphalt umweltfreundlicher zu gestalten.
In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Wien wurden eine herkömmliche Asphaltarten und drei spezielle Mischungen entwickelt, wie der ORF berichtet. Dabei sei das wichtigste Kriterium die Wasserdurchlässigkeit des Belags. Durch den neuen Asphalt soll Regenwasser deutlich besser versickern können als bisher, wodurch die Versiegelung des Bodens verhindert wird. Gleichzeitig sollen die neuen Mischungen helfen, die hohen Temperaturen, die sich bei Sonneneinstrahlung entwickeln, zu reduzieren.
Im Rahmen des Forschungsprojekts, das über drei Jahre lang laufen wird, sollen Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren genaue Messwerte liefern. Wolfgang Ablinger von der Straßenverwaltung (MA 28) betont, dass das Projekt langfristig dabei helfen soll, die Stadt zu kühlen. Wenn die getesteten Mischungen gute Ergebnisse liefern, könnten sie bald in anderen Wiener Stadtteilen zur Anwendung kommen und so einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.