"Millionenflop"

Wiener FPÖ will "Radweg sofort rückbauen" lassen

12.05.2026

Der neue Radweg in der Alserbachstraße, der eigentlich den Verkehr erleichtern sollte, wird wieder zur Baustelle. Die FPÖ sieht in dem Vorzeige-Projekt gar einen Millionenflop. 

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© Mobilitätsagentur Wien GmbH
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Bisher hat die Stadt Wien mehr als 130 Millionen Euro in den Ausbau der Wiener Radinfrastruktur investiert. Ein Teil davon floss in den insgesamt 1,2 Kilometer langen Radweg entlang der Alserbachstraße und Fuchsthallergasse im 9. Bezirk. Doch anstatt eines "Vorzeige-Radwegs" sieht die Wiener FPÖ hierin einen "Millionenflop".

"Kaum eröffnet, wird der neue Belag bereits wieder abgefräst und die Strecke erneut aufgegraben. Statt weiter Steuergeld zu verbrennen, sollte man die Baustelle jetzt nutzen und diesen völlig verfehlten Radweg gleich wieder entfernen", fordert FPÖ-Mobilitätssprecher LAbg. Klemens Resch. 

Laut Resch erleben Radfahrer hier keine Entlastung, sondern genau das Gegenteil: Die Strecke braucht plötzlich mehr als doppelt so lange wie früher. Statt drei Minuten rollen viele jetzt rund sieben Minuten dahin. "Hier wurde unter dem Deckmantel der sogenannten Verkehrswende ein vollkommen praxisfernes Prestigeprojekt umgesetzt, das weder den Radfahrern noch den Autofahrern etwas bringt", so der Sprecher der Blauen, der einen "Schildbürgerstreich auf Kosten der Bevölkerung" wittert.