Nachzucht geglückt

Wolverine-Frosch sorgt für Sensation im Haus des Meeres

18.03.2026

Zum heutigen internationalen Tag der Frösche sorgt das Haus des Meeres weltweit für Staunen - und wird seinem Ruf als Vorreiter in Forschung und Artenschutz einmal mehr gerecht.

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© Haus des Meeres
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Im Haus des Meeres ist weltweit erstmals die Nachzucht des zentralafrikanischen Haarfrosches gelungen. Die seltene Art galt lange als kaum erforscht, entsprechend schwierig gestaltete sich die Zucht. Entscheidend war letztlich die detailgetreue Nachbildung ihres natürlichen Lebensraums - schnell fließende, klare Waldbäche mit exakt abgestimmter Wasserchemie. Über Jahre hinweg optimierte das Team rund um Dr. Robert Riener, Stv. Direktor und Kurator im Haus des Meeres, Strömung, Temperatur und klimatische Reize, bis die Tiere sich tatsächlich fortpflanzten.

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"Amphibien sind, mit 41 Prozent bedrohter Arten, die weltweit am stärksten gefährdete Wirbeltiergruppe. Umso wichtiger ist es, ihre Lebensweise und besonders ihre Fortpflanzung besser zu verstehen", erklärt Riener. "Durch die breite Vermittlung des Wissens an andere Institutionen sollen künftig weitere Arten erfolgreich geschützt und gezüchtet werden. Ziel ist der Aufbau stabiler Reservepopulationen in zoologischen Einrichtungen, um den langfristigen Erhalt dieser besonderen Tiergruppe zu unterstützen."

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Der Haarfrosch verdankt seinen Namen feinen, haarähnlichen Hautstrukturen, die Männchen nur während der Fortpflanzungszeit ausbilden. Im Volksmund wird er auch "Wolverine-Frosch" genannt. Bekannt ist die Art aber vor allem für ihre markante Verteidigung: Bei Gefahr brechen die Tiere gezielt Knochen in ihren Zehen, die sich durch die Haut drücken und wie Krallen wirken.