Parkraumüberwachung

Parksheriffs übernehmen ab Juli das Kommando

28.04.2026

Die Stadt Wien wird ab dem 1. Juli die gesamte Kontrolle über den ruhenden Verkehr in der Bundeshauptstadt übernehmen. Bisher teilten sich die Polizei und die MA 67 die Aufgaben. Mit dem heutigen Beschluss im Landtag soll künftig mehr Klarheit für alle Beteiligten herrschen. 

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© Michael Rausch-Schott
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Bisher war die Parkraumüberwachung eine geteilte Angelegenheit, doch damit ist im Sommer Schluss. Die Beamtinnen und Beamten der Landespolizeidirektion Wien ziehen sich aus den administrativen und organisatorischen Aufgaben zurück, um sich wieder verstärkt um die Sicherheit auf den Straßen kümmern zu können. Ab Juli prüft die MA 67 nicht mehr nur die Parkscheine, sondern straft auch das Halten in zweiter Spur oder auf dem Gehsteig ab. "Wir schaffen mit der Bündelung der Zuständigkeiten klare Strukturen und vereinfachen die Abläufe", sagt Stadträtin Ulli Sima (SPÖ). Lediglich in den Nachtstunden bleibt die Polizei weiterhin zur Unterstützung mit an Bord.

Keine Schonfrist für Falschparker

Für die Wienerinnen und Wiener, die mit dem Auto unterwegs sind, wird sich im Alltag wenig ändern. Die Intensität der Kontrollen bleibt hoch, allein im Jahr 2025 wurden über 54 Millionen Überprüfungen durchgeführt. Künftig gibt es bei Beschwerden oder Fragen zu einem Strafzettel nur noch eine einzige Anlaufstelle im Magistrat. Neben den klassischen Aufgaben wie der Kontrolle des Pickerls oder der E-Scooter kommen nun auch die Agenden der Verkehrsbehinderung vollends in die Hand der Stadt.

Digitalisierung im Vormarsch

Die Reform ist Teil eines größeren Plans, die Verwaltung moderner zu gestalten. Nach dem Aus für das Klebe-Pickerl im Jahr 2023 rüstet die Stadt technisch weiter auf. Ende 2026 sollen die ersten Scan-Cars in den Flächenbezirken zum Einsatz kommen, um die Effizienz der Kontrollen zu steigern. In Bezirken wie Liesing oder der Donaustadt hat die flächendeckende Parkraumbewirtschaftung die Parkplatznot bereits deutlich gemildert. „Ich bedanke mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der MA 67 für ihren täglichen Einsatz“, sagt Sima zum Abschluss der neuen Regelung.