Jubiläum
Schönbrunn feiert 30 Jahre UNESCO-Welterbe
24.02.2026Schloss Schönbrunn startet in ein besonderes Jubiläumsjahr: 30 Jahre UNESCO-Welterbe.
Seit der Aufnahme von Schloss und Gärten von Schönbrunn und Tiergarten Schönbrunn in die UNESCO-Welterbeliste im Dezember 1996 ist Schönbrunn damit nicht nur eines der bedeutendsten nationalen Kulturgüter Österreichs, sondern auch ein international anerkanntes Kulturdenkmal sowie Fixpunkt für Wien-Besuche aus aller Welt.
“Unser Anspruch ist, Schloss Schönbrunn als imperiales Erbe unserer Republik heimischen, wie internationalen Gästen authentisch erlebbar zu machen” erklärt dazu Klaus Panholzer, Geschäftsführer der Schönbrunn Group. Um das zu ermöglichen, spielen hinter den Kulissen über 471 (VZÄ, im Jahr 2025) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – von der Restaurierung bis zur Kulturvermittlung als Team perfekt zusammen. In diesem Sinne sei Schönbrunn ein Modell, das Kultur und wirtschaftliche Verantwortung konsequent verbindet. International einzigartig dabei: Die Schönbrunn Group erwirtschaftet die Mittel für Erhaltung und Restaurierung selbst: Die Erträge aus dem laufenden Betrieb fließen unmittelbar in den denkmalpflegerischen Erhalt des Ensembles – ohne staatliche Zuschüsse.
"Welterbe zu sein, ist Auszeichnung und Auftrag zugleich. Wir bewahren dieses einzigartige Ensemble mit größter Schonung der historischen Substanz und entwickeln es zugleich verantwortungsvoll weiter, damit Schönbrunn auch für kommende Generationen erhalten bleibt und erlebbar ist“, so Panholzer weiter.
Wirtschaftlicher Erfolg als Grundlage für Denkmalschutz
Die Schönbrunn Group arbeitet im gesetzlichen Auftrag der Republik Österreich als verantwortlicher Träger des Standortes und verfolgt einen klaren Anspruch: Kulturdenkmäler erhalten, attraktive Sehnsuchtsorte schaffen und daraus Wertschöpfung erzeugen. „Unser wirtschaftlicher Erfolg ist das Fundament für die laufende Instandhaltung, Restaurierung und Qualitätssicherung“, so Panholzer. Allein über den Zeitraum der Jahre 2017 bis 2024 sei bei fast 30 Mio. Besucherinnen und Besuchern ein Umsatz von rd. einer halben Milliarde Euro über die gesamte Gruppe erzielt worden. „Auf dieser Grundlage konnten allein in den letzten acht Jahren rd. 90 Mio. Euro in wissenschaftlich begleitete Erhaltungs- und Restaurierungsmaßnahmen unserer Häuser investiert werden“, so Panholzer weiter. Dieses Modell, das ohne öffentliche Steuergelder auskommt, mache Schönbrunn zu einem europäischen Referenzfall: „Wir verwalten Kulturerbe nicht nur, wir bewirtschaften es professionell und behutsam – mit hohen Standards in Denkmalpflege, Besuchserlebnis, Vermittlung, Safety und Security. “
2026: Jubiläumsjahr mit Programmhöhepunkten und neuen Perspektiven
Unter dem Motto „30 Jahre Welterbe“ setzt die Schönbrunn Group 2026 Schwerpunkte in vier Feldern:
- Welterbe sichtbar machen: vertiefende Inhalte zur Bedeutung des UNESCO-Status und zur Verantwortung im Umgang mit historischer Substanz.
- Erhaltung und Forschung im Fokus: Einblicke in Restaurierung, Denkmalpflege und wissenschaftliche Arbeit.
- Besuchserlebnis weiterentwickeln: Qualitäts- und Serviceinitiativen im Sinne der Marke als „imperialer Gastgeberin“.
- Schönbrunn als Standortmotor: Impulse für Wien und Österreich durch internationale Strahlkraft und kulturtouristische Wertschöpfung.
Leistungsschau: Das wirtschaftliche Fundament des Welterbes
Damit Schönbrunn heute so dasteht, müssen viele Hände ineinander greifen. Panholzer: „Wir wollen das Jubiläumsjahr auch dazu nutzen, die Menschen, die hinter diesem Erfolg stehen, sowie die Arbeit, die sie täglich leisten, vor den Vorhang zu bitten.“ Gerade im zentralen Bereich der präventiven Konservierung und Restaurierung der historischen Anlage wird Beachtliches geleistet. So wird unter der Leitung der wissenschaftlichen Abteilung von Anna Mader-Kratky derzeit der 191 m2 große Zeremoniensaal restauriert. Von der Technischen Abteilung unter der Leitung von Herbert Polsterer wurde ebenfalls Herausragendes geleistet, wie etwa die Restaurierung der Chinesischen Kabinette oder die Fassadenrestaurierung der Gloriette. „Das Jubiläumsjahr ist daher auch ein Dank an alle, die Schönbrunn täglich möglich machen, und das genauso vor, wie hinter den Kulissen. Denn Welterbe entsteht nicht durch Geschichte allein, sondern durch laufende Arbeit, wissenschaftliche Sorgfalt und professionelle Verantwortung. Die Schönbrunn Group wird das Jubiläumsjahr 2026 entsprechend auch nutzen, um genau diese Leistung sichtbar zu machen und neue Perspektiven auf Schönbrunn zu eröffnen,“ so Geschäftsführer Klaus Panholzer abschließend.