Experten warnen

Vater und Sohn brechen auf Eis ein – Einsatz in Wien

10.01.2026

In Wien gehen derzeit immer wieder Menschen zum Eislaufen auf Natureisflächen – doch die Flächen sind nicht sicher, es herrscht Gefahr, einzubrechen. In Wien sind grundsätzlich keine Natureisflächen zum Eislaufen freigegeben.

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© windy.com/Webcam in Floridsdorf: Alte Donau Yachtclub Seewind (Symbolbild)
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Wien. Am Samstag brachen ein 33-jähriger Mann und sein elfjähriger Sohn auf der Neuen Donau ins dünne Eis ein, wie "ORF Wien" berichtet. Passanten alarmierten sofort die Feuerwehr und warfen den beiden Rettungsringe zu, an denen sie sich festhalten konnten. Die Feuerwehr zog Vater und Sohn aus dem eiskalten Wasser. Beide waren unterkühlt und wurden von der Berufsrettung erstversorgt sowie in ein nahegelegenes Spital gebracht. Bereits am Freitag war es zu einem Unfall gekommen, als eine Person beim Versuch, die Neue Donau zu überqueren, einbrach – auch sie konnte gerettet werden.

Experten warnen

Experten warnen eindringlich vor der Benutzung von Wiener Natureisflächen. Diese sind grundwassergespeist, wodurch die Eisdecke ungleichmäßig und stellenweise sehr dünn ist. Gerald Löw, Leiter der Wiener Gewässer (MA45), erklärt gegenüber "Radio Wien", dass das Eis von unten durch wärmeres Grundwasser geschwächt wird. Zusätzlich erhöhen offene Eisstellen – etwa durch Brücken und Pfeiler – das Risiko einzubrechen. In Wien sind grundsätzlich keine Natureisflächen zum Eislaufen freigegeben.

© windy.com/Webcams Langenzersdorf (Segelzentrum Wien): Neue Donau
 

Auch der Samariterbund Wien warnt vor lebensgefährlichen Situationen, insbesondere in Uferbereichen, bei Zu- und Abflüssen oder unter Schneedecken. Wer einen Eisunfall beobachtet, soll sofort den Feuerwehrnotruf 122 wählen, eine genaue Ortsangabe bekanntgeben und Rettungsversuche nur aus sicherer Entfernung unternehmen, erklärt Dominik Wiest, Ausbildungsleiter bei der Wasserrettung des Samariterbundes Wien gegenüber "ORF Wien".

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