Ab Anfang Mai

Verbot der "Mozartverkäufer" in der Wiener City

01.03.2026

Wegen zunehmender Beschwerden und zahlreicher Verstöße verbannt die Stadt die kostümierten "Mozartverkäufer" von den zentralen Plätzen in der Wiener Innenstadt.

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© APA/GRUPPE SOFORTMASSNAHMEN (Archivbild)
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Wien. Die Stadt Wien reagiert auf zunehmende Beschwerden und Verstöße in Sachen "Mozartverkäufer". Planungsstadträtin Ulli Sima kündigte an, die Stadt wolle den "Ticketverkauf durch die sogenannten Mozartverkäufer im Gebiet der bestehenden Zonierungsverordnungen, also Stephansplatz, Kärntner Straße, Herbert-von-Karajan-Platz und Graben in der Inneren Stadt künftig untersagen".

Im Zuge einer vierwöchigen Begutachtungsfrist können Stellungnahmen zum vorliegenden Entwurf abgegeben werden. In Kraft treten soll die Verordnung Anfang Mai.

Sima: "Aufdringliches Verhalten der Mozartverkäufer"

Die Beschwerden hätten laut Sima sowohl bei der Stadt, also auch bei der Staatsoper und bei Wien Tourismus zugenommen. "Passant*innen, aber auch Besucher*innen der Oper oder Tourist*innen fühlen sich vermehrt durch das aufdringliche Verhalten der Mozartverkäufer belästigt", so die Wiener Planungsstadträtin. 

Bereits 2021 gab es Versuche einer Regulierung durch begrenzte Kontingente. Damals wurden 18 fixe Plätze zugewiesen, doch das reichte laut Sima nicht aus. Allein im Jahr 2024 wurden bei 42 Kontrolltagen im ersten Bezirk 579 Ticketverkäufer überprüft – dabei stellte der Magistrat 299 Verstöße fest.