41.600 profitieren
Wien investiert 149 Millionen in Arbeitsmarktprogramm
15.01.2026Wien setzt auf Weiterbildung, um den Arbeitsmarkt stabil zu halten. Mit 149 Millionen Euro unterstützt die Stadt 41.600 Menschen und mehr als 1.300 Unternehmen. Das neue Programm des waff öffnet berufliche Türen und sichert Fachkräfte.
Wien investiert 149 Millionen Euro, um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern neue berufliche Chancen zu eröffnen. Das Arbeitsprogramm für 2026 des waff bietet gezielte Unterstützung für 41.600 Menschen und mehr als 1.300 Unternehmen. Im Fokus stehen Qualifizierung, Beschäftigung und der Zugang zu gefragten Berufen.
"Mit dem Arbeitsprogramm für 2026 bringen wir Stabilität, Sicherheit und Optimismus für den Wiener Arbeitsmarkt. Es ist vitaler Bestandteil der Standortpolitik der Stadt Wien. Der waff ist dabei das strategische Werkzeug der Stadt Wien, um Arbeitskräfte zu sichern, Menschen zu qualifizieren und soziale Sicherheit mit wirtschaftlicher Stärke zu verbinden", unterstreicht Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak (SPÖ) die Wichtigkeit des Programms.
Förderung für Weiterbildung und Aufstieg
Besondere Bedeutung kommt dem waff-Beratungszentrum für Beruf und Weiterbildung zu. Rund 27.900 Personen erhalten dort individuelle Unterstützung für Ausbildung, Höherqualifizierung oder berufliche Neuorientierung. Förderungen von bis zu 5.000 Euro können über das Bildungskonto beantragt werden. Die Einkommensgrenze wird auf 2.800 Euro netto erhöht, wodurch rund 470.000 Beschäftigte anspruchsberechtigt sind.
"Mit der Anhebung der Einkommensgrenze tragen wir der Teuerung der vergangenen Jahre Rechnung", betont Christian Meidlinger, Vorstandsvorsitzender des waff. Damit werde sichergestellt, dass berufliche Entwicklung für viele leistbar bleibe.
Gezielte Impulse für Frauen und Geringqualifizierte
Die Stadt fördert besonders jene, die es am Arbeitsmarkt schwerer haben. Für Frauen stehen 14 Millionen Euro zur Verfügung, unter anderem für Programme zum beruflichen Wiedereinstieg, für Qualifizierungen oder Stipendien. Rund 5.700 Wienerinnen sollen davon profitieren.
"Bildung ist ein lebenslanger Begleiter und der Schlüssel zu echter Selbstbestimmung", so Maria In der Maur-Koenne, Vorstandsmitglied des waff. Die Programme würden Zukunftssicherheit schaffen und einen starken Standort stärken.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Erwerb von Bildungsabschlüssen. Wer keinen formalen Lehrabschluss hat, kann diesen über den sogenannten außerordentlichen Weg nachholen. Der Anteil solcher Abschlüsse liegt mittlerweile bei rund 20 Prozent aller Lehrabschlussprüfungen in Österreich.
Ausbildung mit Jobgarantie
Das Programm "Jobs PLUS Ausbildung" verbindet gezielte Qualifizierung mit fixer Beschäftigung. Menschen erhalten eine kostenlose Ausbildung in einem gefragten Berufsfeld und im Anschluss eine Arbeitsstelle. Geplant sind 2.600 Neueintritte im Jahr 2026. Zusätzlich beginnen 700 Personen mit einer vorbereitenden Beratungsphase.
Ein wesentliches Element ist die finanzielle Absicherung während der Ausbildung. Das Wiener Ausbildungsgeld garantiert gemeinsam mit AMS-Leistungen ein monatliches Einkommen von mindestens 1.550 Euro. Für Pflegeberufe steht alternativ eine Prämie in Höhe von rund 660 Euro zur Verfügung.
Perspektiven für Jugendliche und Ältere
Auch Jugendliche ohne Ausbildung und ältere Langzeitarbeitslose erhalten Unterstützung. Rund 5.700 Menschen sollen im Rahmen der Arbeitsmarktintegration erreicht werden. Stiftungen und Joboffensiven schaffen Perspektiven für den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt.